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Bouffier will Wulff-Nachfolger, "der Vertrauen genießt"

Hessischer Ministerpräsident bekundet für Rücktritt des Bundespräsidenten Respekt. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff für einen Nachfolger, "der Vertrauen genießt".

Vor der Presse in Wiesbaden unterstützte der CDU-Politiker am Freitag ausdrücklich die entsprechende Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zugleich bekundete Bouffier Respekt für den Amtsverzicht Wulffs. "Die Entscheidung des Bundespräsidenten ist nachvollziehbar und war aus seiner Sicht auch notwendig", sagte er.

Wulff habe Deutschland im Ausland hervorragend vertreten, aber auch innenpolitisch mit seiner Rede zum Islam in Deutschland "sehr wichtige und zukunftsweisende Aspekte angesprochen". Auch seine Worte anlässlich der Neonazi-Morde seien "angemessen, wohltuend und wichtig gewesen", würdigte Bouffier. Eine Beschädigung der Politik durch die Wulff-Affäre sehe er nicht, fügte der Ministerpräsident hinzu.

Er selbst sei Wulff "die Kraft gewünscht, das durchzustehen", sagte Bouffier weiter. Dies sei ein schwerer Tag für den bisherigen Bundespräsidenten, und er wünsche ihm und seiner Frau für die Zukunft alles Gute. Er unterstütze ausdrücklich Merkel, "dass wir uns nun bemühen müssen, eine Persönlichkeit zu nominieren, die Vertrauen genießt". Er sei zuversichtlich, dass es in überschaubarerer Zeit Vorschläge für einen Nachfolger geben werde, fuhr Bouffier fort.

Er sei nie in die Bundesversammlung gefahren mit der Überzeugung, "dass wir dort Heilige wählen", sagte er weiter. Gewählt worden seien immer Persönlichkeiten, die Deutschland im In- und Ausland würdig verträten und die in ihrem persönlichen Verhalten das Vertrauen in das Amt des Bundespräsidenten rechtfertigten. "Genauso wird das auch wieder sein", betonte Bouffier.

Zuvoir hatte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff begrüßt. "Das ist ein notwendiger Schritt gewesen", twitterte der SPD-Politiker kurz nach der Rücktrittserklärung. Einige Minuten später legte er nach und mahnte, dass jetzt alle gefordert seien, die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Dies gelte für die Nachfolge wie für Transparenzregeln.

(dapd / Redaktion)


 


 

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