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Klaus-Peter Müller redet Klartext

Commerzbank-Chef zweifelt an Rückhalt für Gründung von «Superbank»

(bo/ddp.djn). Der Bankenpräsident und Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller zweifelt am Rückhalt der Politik für eine mögliche Fusion von Dresdner Bank, Postbank und seinem Institut. «Mir ist nicht bekannt, dass die Politik eine solche Dreierlösung favorisiert», sagte Müller dem wöchentlichen Finanzdienst «Capital Investor». Trotzdem schließe er eine solche Gründung einer «Superbank» nicht aus, schließlich lägen die Entscheidungen letztlich bei den Eigentümern der involvierten Banken.

Gleichzeitig erhöhte der Bankenpräsident den Druck auf die Politik, die öffentlich-rechtlichen Institute für eine Konsolidierung mit Privatbanken zu öffnen. Es sei «höchste Zeit, dass die Politik den Weg für eine Modernisierung des deutschen Bankensystems frei macht», sagte Müller. Die strikte Trennung zwischen privaten Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken müsse überwunden werden. Denkverbote führten nicht weiter. «Die Landespolitik ist gefordert, endlich die Weichen neu zu stellen», betonte Müller.

Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise erwartet der Bankenpräsident weitere Verluste von Banken: «Weitere Abschreibungen lassen sich derzeit nicht ausschließen.»

(rheinmain)


 


 

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