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Dresdner-Bank-Übernahme

Commerzbank startet angekündigte Kapitalerhöhung

(bo/ddp.djn). Die Commerzbank startet die angekündigte Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Dresdner-Bank-Übernahme. Das Frankfurter Institut kündigte am Montag die Platzierung von knapp 65,4 Millionen neuen Aktien an. Die Titel seien mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2008 ausgestattet. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen.

Derweil hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di der
Bundesregierung vorgeworfen, die Öffentlichkeit bei der
Konsolidierungswelle im Bankensektor hinters Licht zu führen. «Hier
wird den Menschen Sand in die Augen gestreut», sagte
ver.di-Vorstandsmitglied Uwe Foullong dem «Handelsblatt»
(Montagausgabe). Der Gewerkschafter verwies auf Aussagen von
Politikern wie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), die die
Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank begrüßt hatten.

«Es ist nach wie vor denkbar, dass die fusionierte Bank in ein bis
zwei Jahren durch ein ausländisches Haus übernommen wird», sagte
Foullong. Der Dresdner-Mutterkonzern Allianz, der zunächst knapp 30
Prozent an der neuen Bank halten soll, biete ebenfalls keinen Schutz.
Sie habe sich nicht langfristig verpflichtet.

Die Dresdner-Übernahme hat auch Auswirkungen auf die seit Mitte
Juni laufenden Tarifverhandlungen für die rund 250 000 Beschäftigten
im privaten und öffentlichen Bankgewerbe. Foullong kündigte eine
harte Verhandlungslinie der Arbeitnehmer an und bekräftigte, auch den
Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen zum Verhandlungsthema zu
machen. Beide Seiten treffen sich am 16. September in Köln zur
vierten Verhandlungsrunde.

(rheinmain)


 


 

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