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  • 29.06.2010, 10:36 Uhr
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  • Frankfurt/Main
Marktkommentar Aktien

Euro rutscht unter 1.23

Die US-Börsen mussten gestern, bei einem sehr umsatzlosen Handel (das Volumen lag auf dem tiefsten Wert seit mehr als 2 Monaten), leichte Kursverluste hinnehmen.

Dies obwohl die Konsumfreude im Mai um 0,2 % und damit stärker als erwartet zunahm. Entsprechend verbuchten Aktien aus dem Bereich Consumer Staples (+1,1 %) die beste Tagesperformance. Telekom (+1,0 %) und Utilities (+0,7 %) waren ebenfalls gefragt. Weniger gut sah es hingegen für die Bereiche Energy (-1,3 %), Materials (-1,1 %) und die Financials (-0,9 %) aus. Sorgen um die Auswirkungen des Tropensturms „Alex“ sorgten dafür, dass die Rohölpreise nachgaben.

Unter den Dow-Werten führte die Intel- Aktie (+1,70 %) die Gewinnerliste, gefolgt von Coca Cola (+1,63 %), an. Die größten Kursabschläge musste das Papier von JP Morgan (-2,28 %) hinnehmen. In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit heute auf das Verbrauchervertrauen des Conference Boards. Widersprüchliche Indikationen liefern die bisherigen Umfrageergebnisse für den Monat Juni. Während einige weniger bekannte Indizes auf moderatem Niveau sanken, hielt sich das ABC-Verbraucher-vertrauen nahe dem tiefen Frühjahrsniveau.

Das Michigan Sentiment dagegen legte im Juni zu und veranlasst uns, entgegen der Konsensschätzung auch beim Conference Board einen höheren Wert zu erwarten. Allerdings glauben wir nicht, dass die Markteilnehmer die latent vorhandene Skepsis bezüglich der konjunkturellen Entwicklung in den nächsten Monaten und Quartalen ablegen werden.

Nachdem es vor dem Wochenende für den Dax noch nach unten ging, konnte sich der deutsche Leitindex am Montag wieder verbessern. Die zuletzt vorhandenen Sorgen um die Situation Grie-chenlands wurden von der Hoffung auf bessere US-Konjunkturdaten im Verlauf der Woche in den Hintergrund zunächst verdrängt. Hingegen spielten die Ergebnisse des G20-Gipfels vom Wochenende, entgegen der Erwartungen, eine eher untergeordnete Rolle.

Dass das Vertrauen in die Märkte aber noch nicht restlos wiederhergestellt ist, lässt sich an den relativ schwachen Umsätzen (bis 14.00 Uhr wurden lediglich 34 Mio. Aktien auf Xetra umgesetzt) ablesen. Auf den Kauflisten stand die Aktie von Infineon weit oben. Spekulationen um einen möglichen Einstieg russischer Investoren sorgte für Phantasie. Auch die Autowerte waren erneut gesucht. BMW kletterten um 2,23 %, Daimler legten 2,92 % auf 43,24 € zu. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag fallen tendenziell negativ aus. Neben dem uninspirierten Handel an der Wall Street geben heute Morgen die Aktienmärkte in Asien ebenfalls nach. Der wieder unter 1.23 gerutschte Euro könnte das Sentiment zudem belasten.

Dem Dax ist es gestern gelungen, an seinen Widerstand bei 6.160 Zählern heranzulaufen. Mit der zu erwartenden, schwächeren Eröffnung, wird sich der Index von der genannten Marke wieder (deutlich) nach unten entfernen. Entsprechend gilt es, die Supportlevel auf der Unterseite zu definieren. Eine sehr markante Marke findet sich bei 6.048 Punkten. (Retracement, untere Begrenzung des Trendkanals und Moving Averages) Angesichts der Tatsache, dass sich die trendfolgenden Indikatoren im „short-Modus“ befinden, ist die Wahrscheinlichkeit dass der genannte Support gebrochen wird, als hoch anzusehen.

(Christian Schmidt)


 

 

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