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Energieversorgung

Darmstädter Bioerdgasanlage soll bundesweites Vorbild sein

(bo/ddp-hes). Der südhessische Energieversorger HSE hat am Montag in Darmstadt eine neue Bioerdgasanlage in Betrieb genommen. Nach Angaben des Unternehmens ist die 3,5 Millionen teure Anlage die erste in Hessen, die aufbereitetes Biogas ins regionale Erdgasnetz einspeist. Laut der HSE hat die Anlage zudem Vorbildfunktion für ganz Deutschland: Die Technik sei so ausgelegt, dass für den Betrieb auch Ackerflächen in einem dicht besiedelten Gebiet wie dem Rhein-Main-Gebiet ausreichten.

Aus rund 12 500 Tonnen nachwachsenden Rohstoffen, darunter vor allem Maissilage und Roggenschrot) sowie Gülle kann die Anlage pro Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Biogas erzeugen. Mit der Jahresproduktion können laut der HSE rechnerisch 650 Einfamilienhäuser versorgt werden. Geliefert werden die Rohstoffe nach Angaben des Versorgers von Bauern aus der Region.

Hessens geschäftsführender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) lobte das Projekt. Es passe in die Strategie der Landesregierung, Hessen zum «Musterland» im Bereich der regenerativen Energien zu machen, sagte Koch bei der Inbetriebnahme. Die Anlage sei ein «herausragender Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung in Südhessen».

Die HSE plant bereits weitere Biogasanlagen in der Region. Als Standorte nannte das Unternehmen Lorsch im Kreis Bergstraße und Groß-Umstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

(rheinmain)


 


 

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