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Börse, 12. Dezember

DAX begrenzt Verluste

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag bis zum Handelsschluss seine teils heftigen Verluste vom Tagesverlauf begrenzen können. Der Leitindex DAX schloss mit einem Minus von 2,2 Prozent bei 4663 Punkten. Die schwächsten Werte kamen aus dem Autosektor, nachdem das Hilfspaket für die US-Autobranche im US-Senat gescheitert war. Unter Druck standen aber auch die Banken nach Aussagen des Chefs der US-Bank J.P.Morgan, Jamie Dimon, der von einem «schrecklichen» vierten Quartal sprach. Auch für 2009 erwartet er ein «hartes Jahr». Der MDAX verlor 1,2 Prozent auf 5240 Zähler. Der TecDax gab 1,6 Prozant auf 455 Punkte ab.

Der Handel in New York ging am Freitag uneinheitlich an den Start.
Bis 18.00 Uhr reduzierte der Dow-Jones-Index seine Anfangsverluste
auf ein Minus von 1,3 Prozent auf 8457 Punkte. Der
technologiebasierte Nasdaq-Composite legte dagegen leicht um 0,1
Prozent auf 1509 Zähler zu. Über allem schwebe das gescheiterte
Rettungspaket für die US-Automobilbauer, sagten Marktteilnehmer. Mit
einer Klärung der Automobilhilfen sei nun erst im neuen Jahr zu
rechnen. Als Hoffnung bleibe, dass die US-Regierung eigene Schritte
unternehme. Daneben stünden wichtige Konjunkturdaten im Blick der
Händler.

Der Euro wurde am Abend zu 1,3360 Dollar gehandelt. Die
Europäische Zentralbank hatte zuvor einen Referenzkurs von 1,3340
Dollar festgestellt. Der Abgabedruck auf den Dollar habe sich
deutlich erhöht, nachdem sich Anleger die Frage gestellt haben, wie
stark Wall Street auf die Nachricht des gescheiterten Hilfsprogramms
nachgeben wird, sagte ein Händler. Zudem lasteten bereits die für die
kommende Woche avisierten geldpolitischen Entscheidung der
US-Notenbank auf dem Handel. Einem Experten zufolge werde die
Notenbank mehr tun, als nur ihren Leitzins abermals zu senken.

Im DAX verloren allen voran Continental. Die Aktien büßten 8,8
Prozent auf 34,10 Euro ein. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach
der Autozulieferer Kredite infolge der VDO-Übernahme nachverhandeln
müsse. Linde sanken um 7,2 Prozent auf 54,33 Euro. Commerzbank fielen
um 6,9 Prozent auf 6,66 Euro zurück. Gefragt waren hingegen Metro mit
einem Aufschlag von 3,2 Prozent auf 27,25 Euro. Adidas verteuerten
sich um 2,0 Prozent auf 27,02 Euro. Insgesamt notierten von den 30
Werten lediglich 5 im Plus.

In der zweiten Reihe führten Kloeckner die Liste der Verlierer an.
Die Papiere gaben 8,9 Prozent auf 10,09 Euro nach. Lanxess und Gagfah
büßten jeweils 6,8 Prozent ein. Leonie sanken um 6,6 Prozent. Der
Nürnberger Kabel- und Bordnetzspezialist sieht durch das Scheitern
des Rettungspaketes für die großen US-Autohersteller Risiken für
seine Lieferungen an die General-Motors-Tochter Opel. Auf der anderen
Seite legten Bilfinger 5,2 Prozent auf 33,90 Euro zu. Wacker Chemie
verteuerten sich um 4,3 Prozzent auf 69,00 Euro. MTU Aerospace
gewannen 3,3 Prozent.

Stärkster Verlierer im TecDAX waren Versatel, die sich um 9,6
Prozent auf 9,74 Euro verbilligten. Freenet verloren 7,8 Prozent auf
3,43 Euro. Auch Bechtle mussten Verluste von mehr als 7 Prozent
verbuchen. Fester notierten Pfeiffer Vacuum mit einem Plus von 5,4
Prozent auf 44,00 Euro. Solarworld legten 4,8 Prozent zu, und Kontron
gewannen 4,0 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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