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Marktkommentar Aktien

Dax zeigt ist weiter angeschlagen

Während des Vormittags verbuchten die asiatischen und die europäischen Aktienmärkte Kursgewinne, so dass man auf dieser Basis erwarten durfte, dass die Wall Street diesem Trend folgen wird, aber weit gefehlt.

Die führenden US-Indizes drehten zügig nach unten und bauten die Verluste im Verlauf noch weiter aus. Nach dem Statement des FOMC waren am Mittwoch Konjunkturhoffnungen aufgekommen, welche gestern in Skepsis umgeschlagen sind. Diese wurde insbesondere von den enttäuschend ausgefallenen Arbeitsmarktdaten begünstigt. Die Tatsache, dass die Ratingagentur S&P das britische Bankensystem nicht mehr als eines der sichersten der Welt ansieht, kam hinzu. Zu nennen ist außerdem der negative Ausblick von Motorola, welcher Techaktien, der Sektor gab 2,9 % nach, belastete. Darüber hinaus verloren die Bereiche Materials (-1,9 %) und Industrials (-1,2 %) deutlicher. Gewinner waren Fehlanzeige.

Einige wichtige Konjunkturdaten stehen heute zur Veröffentlichung an. Insbesondere ist die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukt für das Q4 zu nennen. Hierbei zeichnet sich ein kräftiger Anstieg der Produktionsleistung ab. Wir gehen davon aus, dass es zu einem annualisierten Wachstum von etwa fünf Prozent gekommen ist. Positive Beiträge kommen zum einen- von der Lagerseite und zum anderen auch vom privaten- sowie dem öffentlichen Konsum. Beim endgültigen Michigan Sentiment ist eine leichte Aufwärtsrevision wahrscheinlich.

Darüber hinaus werden einige Unternehmen ihre Quartalszahlen publizieren. Zu nennen sind u.a. Chevron (im Konsensus wird mit einem EPS von 1,72 $ gerechnet), Honeywell ($ 0,90) und Mattel ($ 0,68 vs. 0,69 $ in den Flüsterschätzungen). Der Dow rutsche gestern unter die wichtige 50%-Retracement-Marke im Bereich von 10.201 Zählern und setzte zudem auf die große Korrekturmarke bei 10.076 Punkten aus. Nun droht sich eine bearishe Fortsetzungsformation auszubilden, aus welcher sich, laut Kurszielformel, weiteres Abwärtspotenzial in einem Umfang von zunächst 650 Zählern ableiten ließe. Die aktuelle Bewegungsdynamik ist mit einem ADX von 41 als hoch einzuschätzen, so dass sich auch von dieser Seite die laufende Impulsbewegung weiter ausdehnen sollte.

Der Dax musste gestern deutlich Federn lassen. Während des Vormittags und insbesondere nach den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Nokia konnte man damit noch nicht rechnen. Erst am Nachmittag trübte sich das Bild sehr deutlich ein. Enttäuschend wirkten sich die US-Arbeitsmarktdaten auf das Sentiment aus. Die Tags zuvor aufgekommenen Konjunkturdaten erhielten dadurch einen Dämpfer. Zudem belasteten die weitere Euroschwäche, die Situation um Griechenland (und viele Aussagen dazu) das Sentiment.

Nicht zuletzt spielte die Charttechnik eine entscheidende Rolle. Mit dem Unterschreiten der wichtigen Supportmarke bei 5.610 Zählern im Dax, wurde die Abwärtsdynamik deutlich erhöht. Das vollzogene, sogenannte „closing tail“ unterstützt diese These ebenso wie der ADX (Trendintensitätsindikator) mit einem Wert von 37. Entsprechend muss der Blick weiter nach unten gerichtet werden. Mit Hilfe von Fibonacci-Projektionen lassen sich die nächsten Kursziele für den Dax bei 5.466 bzw. 5.400 Zählern definieren. Darüber hinaus stellt das Level von 5.314 Punkten eine Zielgröße dar.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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