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Börse, 03. Dezember

DAX dreht ins Plus

(bo/ddp.djn). Getragen von teilweise recht deutlichen Aufschlägen an der New Yorker Wall Street ist der DAX am Mittwoch im späten Handelsverlauf ins Plus gedreht. Zum Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex bei 4567 Punkten, was einem Aufschlag von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Der MDAX stieg um 0,7 Prozent auf 5173 Punkte, und der TecDAX verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 479 Zähler.

Ein Händler sprach von Shorteindeckungen, nachdem der schwache
ISM-Index aus den USA für keinen weiteren Abgabedruck an den
Aktienmärkten gesorgt habe. Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt
hatten, müssten nun ihre Positionen schließen, indem sie Aktien
kaufen. Dabei sei auch der Umsatz kräftig angezogen.

Trotz der schwachen Konjunkturzahlen notierten die Aktienkurse an
der Wall Street sehr fest. Der Dow-Jones-Index stieg gegen 18.00 Uhr
MEZ um 1,6 Prozent auf 8543 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 2,1
Prozent auf 1480 Zähler. Sowohl der ADP-Arbeitsmarktbericht für die
Beschäftigung im privaten Sektor als auch der ISM-Index der Einkäufer
im Dienstleistungsgewerbe waren unter den Erwartungen geblieben.

Die Erholung am Aktienmarkt stützte den Euro im späten Handel.
Gegen 18.00 Uhr wurde für die Gemeinschaftswährung im Devisenhandel
1,2660 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am
Mittag einen Referenzkurs von 1,2623 Dollar festgestellt. Die Blicke
der Devisenhändler richteten sich bereits auf die EZB-Ratssitzung am
Donnerstag. Beobachter erwarten eine Senkung des Leitzinses von
derzeit 3,25 auf 2,75 Prozent.

Im DAX brachen Infineon nach der Bekanntgabe eines
Milliardenverlusts für das abgelaufene Geschäftsjahr um 39,6 Prozent
auf 1,00 Euro ein. Analysten bezeichneten zudem den Ausblick als «ein
Desaster». Daneben gerieten MAN unter Druck. Die Aktie verlor 4,4
Prozent auf 32,29 Euro. Der Konzern rechnet mit einer länger
anhaltenden Krise und erwartet im kommenden Jahr rund ein Drittel
weniger Umsatz im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen.

Tagesgewinner waren Hypo Real Estate mit einem Plus von 4,4
Prozent auf 3,11 Euro. Siemens, Telekom, Fresenius und Commerzbank
legten jeweils mehr als drei Prozent zu.

In der zweiten Reihe stiegen Arcandor nach dem angekündigten
Führungswechsel um 8,3 Prozent auf 2,22 Euro. Tognum und Wincor
Nixdorf legten jeweils rund 7,5 Prozent zu. Schlusslicht im MDAX
waren HeidelbergCement mit einem Minus von 11,6 Prozent auf 32,25
Euro.

Im TecDAX verloren Conergy 14,5 Prozent auf 0,94 Euro. Freenet
gaben 7,2 Prozent auf 3,09 Euro nach. Dagegen stiegen Qiagen um 6,3
Prozent auf 12,93 Euro.

(Redaktion)


 


 

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