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Börse, 12 November 2008

DAX weitet Verluste aus

(bo/ddp.djn). Nach der Aussicht auf ein Konjunkturpaket Chinas am Montag haben Rezessionssorgen den deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder voll im Griff gehabt. Der DAX büßte bis zum Handelsschluss 5,3 Prozent auf 4761 Punkte ein. Der MDAX gab 4,1 Prozent auf 5493 Zähler nach und der TecDAX ermäßigte sich um 3,2 Prozent auf 521 Punkte. Der zur Eröffnung deutlich zurückfallende Dow-Jones-Index drückte den DAX auf neue Tagestiefs, hieß es am Markt. Kaum Einfluss auf die Kurse hatten die ZEW-Konjunkturerwartungen. Sie waren im November mit minus 53,5 besser ausgefallen als erwartet.

Mit deutlichen Kursverlusten sind die Notierungen an der New
Yorker Wall Street am Dienstag in den Handel gegangen. Bis 17.40 Uhr
verlor der Dow-Jones-Index 2,9 Prozent auf 8611 Punkte. Der
Nasdaq-Composite fiel sich um 2,8 Prozent auf 1571 Zähler. Die
Investoren in den USA schlossen sich damit den Kursverlusten im
asiatischen und europäischen Handel an. Auch der drastische
Gewinneinbruch von Starbucks lastete auf dem Sentiment der Anleger.

Der Euro wurde am Abend leichter zu 1,2569 Dollar gehandelt. Im
Tagestief hat der Euro schon bei 1,2516 Dollar notiert. Ein Händler
sprach von wieder steigender Risikoaversion an den Finanzmärkten mit
Blick auf sich zunehmend eintrübende Nachrichten aus dem
Unternehmensbereich. Die Investoren hätten Angst vor der Tiefe der
sich abzeichnenden Rezession. Die Europäische Zentralbank hatte am
Dienstagnachmittag einen Referenzkurs von 1,2747 Dollar festgestellt.

Im DAX verloren vor allem die Banken und Deutsche Börse. Die
Aktien der Deutschen Börse reduzierten sich um 10,2 Prozent auf 58,52
Euro. Deutsche Bank gingen um 10,1 Prozent auf 27,20 Euro zurück.
Commerzbank verloren 9,7 Prozent auf 7,34 Euro. Unter Druck standen
aber auch Schwergewichte wie Siemens und Daimler, die jeweils mehr
als acht Prozent nachgaben. RWE verloren nach der Vorlage von
Quartalszahlen 1,9 Prozent auf 67,20 Euro. K+S verbilligten sich
einen Tag vor der Bekanntgabe ihrer Geschäftszahlen 5,4 Prozent auf
33,36 Euro. Gegen den Trend stemmten sich nur zwei Werte. Deutsche
Post gewannen 0,8 Prozent auf 10,08 Euro. Fresenius Medical Care
legten um 2,6 Prozent auf 35,05 Euro zu.

In der zweiten Reihe bestimmte eine Flut von Quartalszahlen das
Geschehen. Beim Motorenhersteller Tognum hoben Analysten einen
überraschend hohen Auftragseingang im dritten Quartal hervor. Die
Aktien verloren trotzdem 1,8 Prozent auf 8,77 Euro. Die
Verliererliste führten ProSiebenSat.1 an, die einen Abschlag von 18,7
Prozent auf 1,70 hinnehmen mussten. Aareal Bank verloren nach
Veröffentlichung der Quartalszahlen 17,0 Prozent auf 6,14 Euro. Der
Wert war allerdings in den vergangenen zwei Wochen um rund 50 Prozent
gestiegen. Celesio gingen nach einer Abstufung durch die Deutsche
Bank auf «Verkaufen» um 11,9 Prozent auf 22,00 Euro nach unten. Hugo
Boss waren hingegen gesucht und erhöhten sich um 2,8 Prozent auf
14,05 Euro.

Im TecDAX verbilligten sich Manz Automation am deutlichsten und
verzeichneten einen Abschlag von 12,3 Prozent auf 58,55 Euro. SMA
Solar Technologies büßten 12,2 Prozent auf 31,51 Euro ein. QSC legten
gegen den Trend deutlich zu und stiegen um 14,7 Prozent auf 1,64
Euro. Das Biotechnologie-Unternehmen hat laut Commerzbank sowohl mit
seinen Drittquartalszahlen als auch mit dem Ausblick überzeugt.

(Redaktion)


 


 

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