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Marktkommentar Aktien

Dax - Abwärtsbewegung wird sich fortsetzen

Die US-Börsen verabschiedeten sich mit deutlichen Kursverlusten ins Wochenende. Für den Dow ging es um 3,15 % nach unten, während der Russel 2000 als schwächster Index 5,0 % verlor.

Wieder neu entfachte Sorgen über die Schuldenkrise in Europa (insbesondere Aussagen von der Regie-rung Ungarns, dass man auf Basis des großen Haushaltslochs nur eine geringe Chance sieht, eine ähnliche Krise wie in Griechenland zu verhindern trugen dazu bei) und schlechter als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt sind zu nennen. Zwar stieg die Zahl der Beschäftigten im Mai so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr, allerdings wurden die Daten durch temporäre Jobs für die laufende Volkszählung „verfälscht“.

Mit 431.000 (411.000 für die Volkszählung) lag die Zahl aber relativ deutlich unter den Schätzungen von 513.000, bedingt man, dass die Flüsterschätzungen Zahlen von bis zu 700.000 herumgereicht wurden, machte die Enttäuschung noch signifikanter. Das Handelsvolumen an der NYSE lag mit 1,6 Mrd. (in der Abwärtsbewegung) deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt. Das Volumenverhältnis von fallenden Aktien im Verhältnis zu den steigenden Werten lag bei beeindruckenden 130 : 1.

Die Vola spang um 20 % an, während die Rendite der 10-year-Note unter 3,20 % rutschte. Auch der Euro musste deutliche Abschläge hinnehmen, was heute Morgen ein erneutes 4-Jahres-Tief (1.1875) nach sich zog. Der US-Terminkalender bleibt heute relativ leer, so dass man gespannt sein darf, von welcher Seite die Impulse kommen werden. Grundsätzlich sollte aber eine Fortsetzung der schlechten Stimmung in Erwägung gezogen werden.

Auch der Dax wurde am Freitag von wieder aufkommenden Sorgen um die Finanzsituation Europas (nicht zuletzt nach den Aussagen aus Ungarn) und dem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten negativ beeinflusst. Schlussendlich war ein Abschlag von 1,9 % auf 5.938 Zählern zu verbuchen. 28 der 30 Daxwerte notierten schwächer, insbesondere für Finanzaktien sah die Bilanz nicht berauschend aus.

Auf Wochenvergleichsbasis gab das Papier der Commerzbank 4,3 % und die Aktie der Deutschen Bank 3,0 % nach. Noch schlechter fiel die Bilanz für Salzgitter (-4,6 %) aus. Wie die Deutsche Börse am Freitag Abend bekannt gab, wird das Papier zukünftig durch Heidelberger Cement (mit Wirkung vom 21.06.) im Dax ersetzt. Hingegen konnte FMC (+5,7 %), als eher defensiver Wert, eine deutliche outperformance erzielen.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart sehen alles andere als gut aus. Die Abschläge an den asiatischen Märkten fallen recht deutlich aus, auch die Verfassung des Euro sollte auf die Stimmung drücken. Spannend ist auch das charttechnische Bild des Dax. Der letzte temporäre Anstieg über das 61,8-Fibonacci-Retracement (6.060 Zähler) erwies sich als „Bullenfalle“. Entsprechend gilt es, den Blick wieder nach unten zu richten. Mit dem Unterschreiten der 5.973er-Unterstützung, gilt es nun den Blick auf die Marke von 5.886 Zählern zu richten. Wird diese unterschritten, wofür die Wahrscheinlich-keit sehr hoch ist, muss von der Ausbildung einer negativen Fortsetzungsformation ausgegangen werden. Diese würde in der Konsequenz ein neues Impulstief nach sich ziehen. Entsprechend negativ stellen sich die Chance- und Risikoprofile derzeit dar.

(Christian Schmidt)


 


 

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