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Marktkommentar Aktien

Dax bleibt unter Druck

Die US-Börsen mussten gestern erneut Kursabschläge hinnehmen, der Dow verlor 115 Punkte auf 9.816,49 Zähler, was dem tiefsten Schlusskurs seit dem 4. November entsprach.

An den Gründen für die Kursschwäche (wie die Angst vor der Schuldenkrise in Europa) hat sich zuletzt wenig verändert. Allerdings ließen auch die Verbraucherdaten neue Zweifel an der Nachhaltigkeit der Wirtschaftserholung unter den Marktteilnehmern aufkommen.

Die Aktie der Bank of America war mit einem Abschlag von 3,4 % der größte Verlierer unter den Dow-Werten. Zuvor wurde bekannt, dass Countrywide Home Loans – gehört zur BoA – einer Zahlung in Höhe von 108 Mio. $ an die Behörden zuge-stimmt hat.

Unter den einzelnen Sektoren verbuchte der Bereich Industrials mit einem Abschlag von 2,6 % die schlechteste Tagesperformance. Bemerkenswert ist, dass sämtliche 57 Komponenten des Sektors im roten Bereich notierten. Einzig der Bereich Utilities (+0,5 %) konnte sich in der Pluszone etablieren.

Ein Blick auf das Chartbild des Dow Jones verdeutlicht, dass per gestern die zuletzt etablierte Handelsrange auf der Unterseite verlassen wurde. Damit steigt die Gefahr, dass eine negative Fortsetzungsformation ausgebildet wird. Kommt es dazu, lauten die weiteren Kursziele 9.678 und 9.531 Punkte.

Der Dax vollzog gestern einen bewegten Handelstag. Zunächst sorgten ein schwache Vorgaben von den Überseebörsen, die weiter vorhandene Angst vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise und ein ebenfalls schwacher Euro (es wurde ein neues 4-Jahrestief erreicht) für nachgebende Kursnotierungen. Im weiteren Verlauf konnte der Index von seinem Tagestief bei 5.851,93 Zählern aber wieder ein wenig erholen. Adidas (+2,01 %) führten die Gewinnerliste unter den Daxwerten an, ThyssenKrupp (-3,34 %) war hingegen der schwächste Wert und damit Inhaber der roten Laterne. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen gemischt aus, dennoch ist mit einer leicht freundlichen Eröffnung des Dax zu rechnen ist. Unter charttechnischen Gesichtspunkten gilt es weiter, die Unterstützung im Bereich von 5.886 und auf das gestrige Tagestief bei 5.851 Zählern im Blick zu haben.

Der heutige Datenkalender präsentiert sich zwar gut gefüllt, signifikante Fundamentaldaten sind aber nach wie vor spärlich vertreten. Diverse Stimmungsindikatoren dominieren das Bild. Mit der deutschen Industrieproduktion – wohl das Datenhighlight des Tages – stehen am Mittag Zahlen aus der Realwirtschaft zur Veröffentlichung an. Nach dem kräftigen Vormonatszuwachs im März sind die Vorgaben für die Produktion im April moderater. Nach dem überraschenden Plus bei den Industrieaufträgen im Berichtsmonat zeichnet sich aber ein Plus ab, das die Konsensschätzung übertreffen sollte.

(Christian Schmidt)


 


 

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