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Dell enttäuscht, Ölpreis drückt auf das Sentiment

Die führenden US-Indizes mussten am Freitag Verluste hinnehmen. Der Dow verlor 1,47 % wäh-rend die Technologiebörse Nasdaq mit einem Abschlag von 1,83 % aus dem Handel ging. Dafür waren insbesondere die schwachen Zahlen von Dell verantwortlich. Alle 10 Sektoren gaben nach, auffallend waren erneut die sehr schwachen Umsätze. Das Verhältnis von Gewinner zu Verlierern lag an der NYSE bei 1140 / 1932. In dieser Woche stehen eine ganze Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda.

Die führenden US-Indizes mussten am Freitag Verluste hinnehmen. Der Dow verlor 1,47 % wäh-rend die Technologiebörse Nasdaq mit einem Abschlag von 1,83 % aus dem Handel ging. Dafür waren insbesondere die schwachen Zahlen von Dell verantwortlich. Alle 10 Sektoren gaben nach, auffallend waren erneut die sehr schwachen Umsätze. Das Verhältnis von Gewinner zu Verlierern lag an der NYSE bei 1140 / 1932. In dieser Woche stehen eine ganze Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda. Die Einkaufsmanagerindizes (ISM) stehen auch in den USA im Mittelpunkt. Einen optimistischen Ausblick wagen wir angesichts der per saldo eingetrübten Stimmungsbaro-meter in den Regionen und ungeachtet des überraschend festen Chicago-PMIs nicht. Die Kon-sensschätzung erscheint realistisch. Der Servicesektor-Index wird das Bild unseres Erachtens ebenfalls nicht aufhellen. Ein Rückgang im Monatsvergleich ist nicht auszuschließen. Zum Wo-chenschluss richtet sich die ganze Aufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht. Die hohe und im Monatsvergleich gestiegene Zahl von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe signalisiert eine schwache Arbeitsmarktentwicklung. Wir rechnen damit, dass im August der achte Beschäfti-gungsrückgang in Folge gemeldet wird. Die Konsenserwartung eines Minus von rund 70 Tsd. Stellen dürfte unseres Erachtens unterschritten werden. Nicht nur die Erstanträge liefern dabei eine negative Indikation sondern auch die zunehmende Zahl an Entlassungsankündigungen sowie die seit Monaten sinkende Zeitarbeitsstellen. Die Beschäftigungszahlen im Bereich Zeitarbeit haben einen Vorlauf zur Gesamtbeschäftigung von ein bis zwei Quartalen. Insofern sind auch für die kommenden Monate schwache Arbeitsmarktentwicklungen programmiert. Des Weiteren ste-hen die Industrieaufträge und die revidierten Lohnstückkosten- und Produktivitätsdaten im Kalender, wobei erstere nach den robusten Durable Goods Orders positiv überraschen könnten. Die BIP-Revision sollte zu einer Aufwärtsrevision auch der Produktivitätszahlen führen, was mit reduzierten Lohnstückkosten einhergehen dürfte. Daher sollten etwaige Inflationsängste in den USA gedämpft werden. Von Interesse ist zudem das Beige Book der Fed. Der Konjunkturbericht sollte keine Hinweise auf eine baldige Zinserhöhung geben, da die Wirtschaftsentwicklung ver-mutlich als schwach bezeichnet wird und im Verlauf des August leichte Entspannungen an der Preisfront sichtbar sein sollten. Aus technischer Sicht gilt es beim Dow weiter die Supportmarke von 11.227 Punkten zu beachten. Ein Unterschreiten dieser Marke würde eine deutliche Be-schleunigung auf der Unterseite nach sich ziehen.

Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus:

Der Dax ging am Freitag nahezu unverändert aus dem Handel. Die im Verlauf erzielten Kursge-winne wurden angesichts einer schwächeren Wall Street wieder abgegeben. Im Fokus stand die bevorstehende Einigung über den Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank. Am Wo-chenende wurden nun Fakten geschaffen. Für 9,8 Mrd. € verkauft die Allianz ihre Tochter Dresd-ner an die Coba. Weitere Details sollen heute bekannt gegeben werden. Der Wochenauftakt ges-taltet sich wegen des US-Feiertages (Labor Day) ruhig. Zudem stehen heute in der Eurozone lediglich die endgültigen Einkaufsmanagerindizes in der Industrie an. Bereits die Vorabschät-zungen zeigten eine unerwartet kräftige Stimmungseintrübung in Deutschland und Frankreich, während sich auf europäischer Ebene eine Stabilisierung andeutete. Wir rechnen damit, dass die endgültigen Werte dieses Bild nicht grundlegend verändern, wobei festzustellen bleibt, dass mit Indexständen unter 50 eine Kontraktion des Sektors angezeigt wird. Auch die im weiteren Verlauf anstehenden Service-Indizes der Einkaufsmanagerumfrage in der Eurozone sollte gegenüber den Vorabschätzungen nur wenig Veränderungen mit sich bringen. Da die Vorgaben für den Handels-start negativ ausfallen, muss von einer schwächeren Eröffnung des Dax ausgegangen werden. Aus technischer Sicht wächst die Gefahr, dass, nach dem Scheitern an einer wichtigen Widerstandszo-ne auf der Oberseite, ein erneuter Test der Supportmarken auf der Unterseite anstehen könnte. Diese finden sich bei 6.356 und 6.289 Punkten

Quelle: Helaba Volkswirtschaft/ Research

(rheinmain)


 


 

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