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Börse, 16. Oktober

Deutscher Aktienmarkt bricht zum Handelsauftakt erneut ein

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat nach dem Einbruch am Vortag seine Talfahrt auch zum Handelsauftakt am Donnerstag fortgesetzt. Der Leitindex DAX gab bis 9.15 Uhr um 6,4 Prozent auf 4547 Punkte nach. Auch der MDAX notierte mit Minus 5,8 Prozent auf 5330 Punkte deutlich schwächer. Der TecDax gab um 6,5 Prozent auf 517 Zähler nach.

Zuvor waren an den weltweiten Börsen die Kurse eingebrochen. An
der New Yorker Wall Street fiel der Dow-Jones-Index um 7,9 Prozent
auf 8578 Punkte. Der technologiebasierte Nasdaq-Composite gab 8,5
Prozent auf 1628 Punkte ab. Grund für die Rückgänge waren unter
anderem die im September gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet
gesunkenen Einzelhandelsumsätze. Der schwächelnde Arbeitsmarkt und
die Kreditklemme lasteten auf dem Gemüt der Konsumenten, sagte ein
Händler. In Tokio brach der Nikkei-Index um 11,4 Prozent auf 8458
Punkte ein und verzeichnete damit das stärkste Tagesminus seit dem
Börsencrach im Oktober 1987.

Rezessionsängste, gesenkte Gewinnprognosen, fallende
Rohstoffpreise und die zwangsweise Auflösung schuldenfinanzierter
Investments seien Gründe für den Ausverkauf an den weltweiten Börsen,
sagten Marktteilnehmer. Zudem habe sich die Lage am Geldmarkt, wo
sich Banken untereinander Liquidität verschaffen, bislang kaum
entspannt.

Der Euro wurde am Morgen zu 1,3386 Dollar deutlich leichter
gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Mittwochnachmittag
einen Referenzkurs von 1,3652 Dollar festgestellt hatte. Die weltweit
fallenden Aktienkurse hätten neuerliche Abflüsse aus dem Euro zur
Folge, sagte ein Devisenhändler.

Stärkster Verlierer im DAX waren zu Handelsbeginn Hypo Real Estate
mit einem Minus von 12,3 Prozent auf 5,02 Euro. Metro gaben 8,1
Prozent auf 26,32 Euro nach. Infineon sanken um 7,8 Prozent auf 8,23
Euro. Gegen den Trend entwickelten sich wiederholt Volkswagen, die
sich um 4,7 Prozent auf 410,10 Euro verteuerten.

In der zweiten Reihe brachen Aareal Bank um 15,6 Prozent auf 6,75
Euro ein. Wacker Chemie gaben um 9,63 Prozent auf 68,58 Euro ab. Die
geringsten Verluste verzeichneten Heidelberger Druckmaschinen mit
Abschlägen von 1,56 Prozent auf 8,04 Euro. Zu Handelsbeginn befanden
sich alle Werte im MDAX im Minus.

Im TecDAX stürzten Centrotherm um 15,3 Prozent auf 25,02 Euro ab.
Wirecard gaben 12,0 Prozent auf 3,95 Euro ab. Am wenigsten verloren
Epcos und Versatel. Auch im TecDax verbuchten alle Werte in den
ersten Handelsminuten Verluste.

Quelle Foto: www.pixelio.de

(Redaktion)


 


 

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