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Börse, 23. Januar

Deutscher Aktienmarkt grenzt Verluste vor Handelsschluss ein

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat zum Handelsschluss am Freitag seine Tagesverluste etwas eingegrenzt. Der Leitindex DAX verlor 1,0 Prozent auf 4178 Punkte. Zwischenzeitlich war er auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten bei 4067 Zählern gefallen. Der MDAX gab 2,4 Prozent auf 4764 Punkte nach und der TecDAX büßte 1,7 Prozent auf 449 Zähler ein. Vor allem Gerüchte über eine mögliche Schieflage eines deutschen Versicherers setzten die Kurse laut Händlern unter Druck. Zudem drückten schlechte Nachrichten aus dem Technologiesektor auf die Stimmung.

An der New Yorker Wall Street nahm der Aktienmarkt zunächst einen uneinheitlichen Verlauf. Der Dow-Jones-Index verlor bis 17.30 Uhr MEZ 1,3 Prozent auf 1470 Zähler. Händler verwiesen zur Begründung auf die deutlichen Kursverluste an den asiatischen und europäischen Börsen sowie die enttäuschenden Xerox-Zahlen. Der technologielastigere Nasdaq-Composite hingegen stieg um 0,3 Prozent auf 1470 Punkte.

Der Euro legte am Abend gegenüber dem Dollar zu und wurde zu 1,2832 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2795 Dollar ermittelt. Der Insolvenzantrag Qimondas habe den Euro merklich belastet, hieß es von Beobachtern. Die Risikobereitschaft der Anleger sei dramatisch zurückgegangen. Allerdings hätten die überraschend guten Konjunkturdaten aus Europa die Gemeinschaftswährung gestützt.

Im DAX standen vor allem Infineon unter Druck und fielen um 4,9 Prozent auf 0,68 Euro. Am Morgen hatte die Chiptochter Qimonda Insolvenzantrag gestellt. Zuvor hatte es Medienberichten zufolge die sächsische Staatsregierung abgelehnt, ihre Hilfen weiter aufzustocken. Deutsche Bank büßten 4,6 Prozent auf 16,88 Euro ein. Händler berichteten von einer erneut hohen Volatilität der Finanzaktien. Merck hingegen stiegen um 8,6 Prozent auf 69,89 Euro. Das Unternehmen hat Fortschritte bei der Zulassung eines Multiple-Sklerose-Medikaments verzeichnet. E.ON verteuerten sich um 3,4 Prozent auf 24,98 Euro.

In der zweiten Reihe führten Norddeutsche Affinerie mit einem Minus von 12,8 Prozent auf 20,95 Euro die Verlierer an. Heidelberger Druck büßten 9,7 Prozent auf 3,29 Euro ein. Wacker Chemie sanken um 4,8 Prozent auf 55,27 Euro. Schwache Quartalsergebnisse des Wettbewerbers MEMC belasteten Analysten zufolge den Wert. Gewinne verbuchten hingegen Rheinmetall . Die Papiere kletterten um 3,0 Prozent auf 22,43 Euro. Südzucker stiegen 2,3 Prozent auf 11,99 Euro. Im TecDAX weiteten United Internet ihre Verluste auf ein Minus von 10,5 Prozent aus und wurden zu 4,92 Euro gehandelt. J.P. Morgan hatte zuvor die Aktie von «Übergewichten» auf «Neutral» abgestuft. SMA Solar Technologies verloren 7,6 Prozent auf 30,16 Euro. Gesucht waren hingegen QSC, die sich um 3,9 Prozent auf 1,07 Euro erhöhten.

(Redaktion)


 


 

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