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BÖRSE, 29. DEZEMBER

Deutscher Aktienmarkt schließt im Plus

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt ist am vorletzten Handelstag des Jahres mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex DAX gewann 1,6 Prozent auf 4704 Punkte. Der MDAX legte um 3,3 Prozent auf 5514 Zähler zu. Der TecDax stieg um 2,4 Prozent auf 498 Punkte. Abgesehen von einigen Schnäppchenkäufern sei das Geschehen allerdings von großer Zurückhaltung geprägt, relativierten Händler die Aufschläge.

Die US-Börsen zeigten sich am Montag im frühen Handelsverlauf schwach. Der Dow-Jones-Index verlor bis 17.40 Uhr MEZ 1,0 Prozent auf 8433 Punkte. Der technologielastigere Nasdaq Composite sank um 1,7 Prozent auf 1503 Zähler. Händler verwiesen zur Begründung auf den gestiegenen Ölpreis und die israelischen Militärschläge gegen den Gaza-Streifen. Angesichts der dünnen Umsätze sollte diesen Faktoren aber keine zu große Bedeutung beigemessen werden, denn in Europa hätten sich die Börsen als widerstandsfähig erwiesen, hieß es weiter.

Der Euro konnte am Abend seine Aufwärtsbewegung gegenüber dem Dollar nicht fortsetzen und wurde zu 1,4230 Dollar leichter gehandelt. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,4270 Dollar festgestellt. Es seien kaum Marktteilnehmer unterwegs, daher seien die Umsätze dünn und die Ausschläge sprunghaft, sagte ein Händler zu den Bewegungen. Eine Bereinigung könnte es ab dem 5. Januar geben.

Im DAX führten am Abend Deutsche Postbank mit einem Plus von 9,7 Prozent die Liste der Gewinner an. Die Aktien verteuerten sich auf 15,20 Euro. MAN kletterten 6,3 Prozent auf 37,83 Euro. Die Papiere werden Analysten zufolge von der potenziellen Anteilsaufstockung bei Scania gestützt. Der Kauf sei eine «kleine Weihnachtsüberraschung». MAN verfolge ganz klar das Ziel, einer der drei großen Lkw-Hersteller zu werden. Deutsche Bank stiegen um 5,7 Prozent auf 26,93 Euro. Dagegen verloren Volkswagen erneut. Die Papiere des Autobauers gaben 3,1 Prozent auf 252,00 Euro nach. Ein weiterer Verlierer waren Münchener Rück, gefolgt von Deutsche Telekom.

In der zweiten Reihe legten ProSiebenSat.1 am Abend über 20 Prozent zu. Die Papiere setzten ihren Aufwärtstrend fort und verteuerten sich deutlich um 24,3 Prozent auf 2,20 Euro. Der Groß aktionär KKR hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, dass man zu dem Engagement beim Sender stehe und bei den bestehenden Beteiligungen notfalls auch frisches Kapital nachschieße. Heidelberger Druck kletterten um 16,8 Prozent auf 5,41 Euro. Pfleiderer verzeichneten einen Aufschlag von 14,8 Prozent auf 6,60 Euro. Am unteren Ende mussten Deutsche Euroshop, Vossloh, Hannover Rück, Continental, Hamburger Hafen sowie Altan Abschläge hinnehmen.

Im TecDAX legten vor allem Singulus zu, deren Papiere sich um 11,8 Prozent auf 3,59 Euro erhöhten. Carl-Zeiss Meditec stiegen um 10,8 Prozent auf 8,48 Euro. Morphosys gewannen 10,2 Prozent auf 18,55 Euro. Am anderen Ende der Liste büßten Rofin Sinar 8,3 Prozent auf 13,88 Euro ein. Auch Solarworld, freenet, Qiagen, Wirecard, Kontron und Software verloren.

(Redaktion)


 


 

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