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Börse, 18 November 2008

Deutscher Aktienmarkt schließt uneinheitlich

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der DAX legte nach einer Berg- und Talfahrt 0,5 Prozent auf 4579 Punkte zu. Dagegen verlor der MDAX 1,3 Prozent auf 5183 Zähler und der TecDax fiel um 0,1 Prozent auf 495 Punkte.

Das Plus im Leitindex ist Händlern zufolge unter anderem auf Aussagen des US-Notenbank-Präsidenten Ben Bernanke zurückzuführen. Diese seien vom Markt positiv gesehen worden. «Bernanke hat gesagt, er sehe einige Anzeichen, dass sich die Kreditmärkte bessern», sagt ein Händler: «Das treibt hier aktuell». Ansonsten gebe es weiter kaum Nachrichten, auch die Umsätze seien weiter dünn.

Bernankes Äußerungen sorgten auch an der New Yorker Wall Street für feste Kurse. Der Dow-Jones-Index gewann bis 18.15 Uhr 1,8 Prozent auf 8422 Punkte, der Nasdaq-Composite stieg um 0,4 Prozent auf 1488 Zähler.

Der Euro wurde am Abend etwas fester zu 1,2683 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,2635 Dollar festgestellt hatte. Der Euro sei von Käufen asiatischer Zentralbanken gestützt worden, hieß es im Handel. Sie hätten die Gemeinschaftswährung stabilisiert. Händler sprachen allerdings auch
von einem sehr ruhigen Geschäft. Viele institutionelle Investoren hätten bereits ihre Bücher geschlossen. Andere warteten auf neue Impulse.

An der Spitze der Gewinner im DAX standen Volkswagen, die sich um 4,0 Prozent auf 379,97 Euro verteuerten. Metro gewannen 3,8 Prozent auf 22,93 Euro und E.ON legten 2,8 Prozent auf 27,59 Euro zu. Tagesverlierer waren Continental, die sich um 3,5 Prozent auf 36,75 Euro verbilligten. Commerzbank verloren etwas mehr als drei Prozent. Auch die anderen Finanzwerte gehörten zu den Verlierern. Hier belastete unverändert die Ankündigung der US-Großbank Citigroup vom Vortag, über 50 000 Stellen zu streichen. Für Unruhe sorgt darüber hinaus die anhaltende Verspannung am Refinanzierungsmarkt der Kreditinstitute.

Im MDAX gaben IVG um 7,3 Prozent auf 3,68 Euro nach. Klöckner, Bauer und Premiere verloren jeweils mehr als 6,5 Prozent. Gegen den Trend stiegen Douglas um 4,1 Prozent auf 29,91 Euro. Die Aktie profitierte von Meldungen über eine Anteilsaufstockung durch Groß aktionär Oetker. Gesucht waren auch Südzucker, die mehr als drei Prozent zulegten.

Im TecDAX brachen Conergy optisch um 34,9 Prozent auf 2,70 Euro ein, handelten jedoch ex Bezugsrecht. Der Bezugspreis für die neuen Aktien beträgt 1,10 Euro je neuer Stückaktie. Die Gesamtzahl der neuen Aktien beläuft sich auf 363 Millionen Stück. Damit wird das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen um 363 Millionen auf rund 398 Millionen Euro erhöht. Die höchsten Gewinne im Technologiewerte-Index gab es für Manz Automation, die sich um 10,6 Prozent auf 52,96 Euro verteuerten.

(Redaktion)


 


 

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