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Zahl der Arbeitslosen im Dezember in Hessen leicht gestiegen

(bo/ddp-hes). Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland auch im Dezember stabil gezeigt.

Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Dienstag im Vergleich zum Vormonat um 60 000 auf 3,276 Millionen. Üblich sei jedoch ein Plus von rund 100 000. Somit stieg die Quote gegenüber November um 0,2 Punkte auf 7,8 Prozent. Dieser Trend zeigte sich auch in Hessen.

Nach Angaben der Regionaldirektion waren im Dezember in Hessen 197 599 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen. Das waren 1,3 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Dezember 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls um 1,3 Prozent. Mit Ausnahme von Dezember 2008 wurde somit der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit in einem Dezember seit 1993 erreicht, wie es weiter hieß. Die Arbeitslosenquote stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei 6,3 Prozent.

Der Leiter der Regionaldirektion, Wolfgang Forell, sagte, dass sich trotz der negativen Prognosen der Arbeitsmarkt in Hessen über das ganze Jahr hinweg flexibel gezeigt habe. Besonders die Kurzarbeit habe eindeutig beschäftigungssichernd gewirkt. «Für den Januar erwarten wir einen weiteren saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen», fügte Forell hinzu. Das Quartalsende und das kalte Wetter machten sich dann erfahrungsgemäß bemerkbar.

Im Jahresdurchschnitt waren in Hessen 211 155 Menschen ohne Job gemeldet (2008: 204 417). Die meisten Arbeitslosen beziehen weiterhin «Hatz IV», insgesamt 67,4 Prozent. In den hessischen Großstädten wie Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Wiesbaden und Kassel liegt der Anteil der Empfänger konstant über 70 Prozent.

Nach Angaben der Regionaldirektion geht die Zahl der gemeldeten Stellen weiter zurück. Derzeit gibt es im Angebot der Agenturen für Arbeit in Hessen noch 23 623 offene, ungeförderte Stellen. Mit Blick auf diese Entwicklung forderte Forell «zielgerichtetes Handeln», da langfristig mit mehr Arbeitslosen zu rechnen sei. Die Agenturen in Hessen müssten stärker als in der Vergangenheit auf Arbeitgeber zugehen und Stellen einwerben, forderte der Regionaldirektionsleiter.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm in Hessen weiter ab. Im Oktober 2009 war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 0,8 Prozent zu verzeichnen. Damit liege Hessen im Bundestrend, hieß es weiter. Die meisten Stellen wurden bei der Leiharbeit (13,7 Prozent) und im verarbeitenden Gewerbe (4,1 Prozent) abgebaut.

Nach Angaben der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände sind im Land derzeit knapp 55 000 Stellen nicht besetzt. Das sei eine «sehr beachtliche Zahl», nur 43 Prozent davon seien bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. «Bei entsprechender regionaler und beruflicher Mobilität bietet sich damit für jeden engagiert Suchenden ein breites Feld von Chancen», sagte Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender.

(Kathrin Hedtke)


 


 

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