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Börse, 20. Dezember 2011

Kaum Hilfe für DAX durch gutes Kosumklima

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(bo/dapd). Die deutschen Verbraucher bleiben zwar trotz der Finanz- und Staatsschuldenkrise bei relativ guter Laune, die Aktienmärkte haben davon aber am Dienstagmorgen kaum profitiert. Zwar hat sich die Stimmung der Verbraucher zum Jahresausklang stabilisiert.

Die Menschen schätzten im Dezember die wirtschaftliche Entwicklung erstmals seit Monaten wieder optimistischer ein und rechneten auch mit höheren Einkommen, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Konsumklima-Studie des Nürnberger Marktforschers GfK hervorgeht. Offenbar hielten sich die Aktienhändler vor der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für Dezember später am Vormittag aber zurück.

So notierte der DAX in Frankfurt gegen 9.15 Uhr mit 5.670 Punkten praktisch unverändert zum Vorabend. Auch die Nebenwerte bewegten sich nur wenig. So verzeichnete der MDAX ein Plus von 0,1 Prozent auf 8.500 Zähler, der TecDAX legte ebenfalls 0,1 Prozent zu auf 661 Punkte.

Aus den USA waren zuvor lediglich negative Vorgaben gekommen. So hatte der Dow-Jones-Index an der New Yorker Wall Street mit einem Verlust von 0,8 Prozent bei 11.766 Punkten geschlossen. Der technologieorientierte Nasdaq hatte sogar 1,3 Prozent auf 2.523 Zähler verloren.

Auch der Euro verharrte Nahe seinem Kurs vom Vorabend. Hatten die Devisenhändler am Montag gegen Handelsschluss noch 1,3020 Dollar gezahlt, kostete die Gemeinschaftswährung am Dienstagmorgen 1,3013 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs bei 1,3039 Dollar festgelegt.

Größter DAX-Gewinner des Morgens waren Anteile des Autokonzerns BMW, die sich um ein Prozent auf 50,57 Euro verteuerten. Daneben legten Daimler um 0,4 Prozent auf 31,49 Euro und Volkswagen um 0,3 Prozent auf 115,60 Euro zu.

Die Verliererseite war geprägt von Werten, die am frühen Morgen für schlechte Nachrichten gesorgt hatten. So büßte die Telekom-Aktie nach dem endgültigen Aus für den Verkauf der US-Mobilfunktochter an den lokalen Konkurrenten AT&T 1,5 Prozent ein auf 50,42 Euro. Fresenius Medical Care verbilligten sich um 1,2 Prozent auf 50,48 Euro, nachdem der Dialyse-Spezialist bekannt gegeben hatte, aufgrund von Wechselkursschwankungen die eigenen Umsatzprognosen in diesem Jahr nicht erfüllen zu können.

Im MDAX waren vor allem Papiere von Gerry Weber gesucht. Sie legten 2,2 Prozent auf 22,30 Euro zu. Dagegen verzeichneten SGL Carbon erneut deutliche Verluste. Nachdem die Anteile bereits am Montag nach einem negativen Analysten-Kommentar als Tagesverlierer mit einem Minus von 9,5 Prozent aus dem Handel gegangen waren, verloren sie am Dienstag erneut 2,2 Prozent auf 40,11 Euro.

Spitzenreiter im TecDAX waren am Morgen Stratec Biomedical. Die Aktie legte 1,9 Prozent auf 30,26 Euro zu. Dagegen rutschten Suess Microtec nach einer gesenkten Prognose für den Auftragseingang im vierten Quartal mit einem Verlust von 8,7 Prozent auf 6,22 Euro tief ins Minus.

(Redaktion)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Claudia Hautumm / pixelio.de


 

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1 Kommentar

von Holger
21.12.11 18:37 Uhr
Schuldenkrise

Das Konsumklima ist noch gut. Aber wir werden durch das Geld drucken der EZB im nächsten Jahr bestimmt höhere Inflationsraten sehen. Ob sich dann der Private Konsum noch im positiven Bereich bewegt bezweifele ich.

http://www.bwinvestment.de