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Postexpress-Tochter DHL

DHL testet Cargo-Zug von Leipzig/Halle nach Frankfurt

(bo/ddp-hes). Die Postexpress-Tochter DHL erprobt den Frachttransport auf der Schiene zwischen den Flughäfen Leipzig/Halle und Frankfurt am Main. In der Nacht zum Mittwoch rollte der erste Zug vom Cargo-Bahnhof des mitteldeutschen Flughafens über Halle und Erfurt nach Frankfurt, wie der scheidende Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig GmbH, Michael Reinboth, sagte. In den nächsten Nächten soll diese Möglichkeit des Transports von Fracht auf der Schiene zwischen den beiden Flughäfen weiter getestet werden.

Die Züge müssten pünktlich gegen 2.00 Uhr in Frankfurt ankommen,
um einen reibungslosen Ablauf des Weitertransports zu garantieren,
sagte Reinboth. Pro Nacht ließen sich damit etwa 300 Tonnen
befördern. Der Zug stehe auch anderen Frachtdienstleistern zur
Verfügung.

Am 26. Mai war das europäische Luftdrehkreuz am Flughafen
Leipzig/Halle offiziell in Betrieb genommen worden. Leipzig/Halle ist
damit neben Hongkong und Wilmington in den USA eines von drei großen
DHL-Drehkreuzen. Derzeit werden pro Nacht zwischen 1200 und 1500
Tonnen Fracht am sogenannten Hub Leipzig umgeschlagen. 50 bis 60
Frachtflugzeuge müssen dazu abgefertigt werden. «Der Betrieb läuft
stabil», betonte Reinboth. Gegenwärtig arbeiteten dort 2300
Beschäftigte, 62 junge Leute würden ausgebildet. «Wir stellen weiter
ein», fügte der Geschäftsführer hinzu.

Mit Blick auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise sagte
Reinboth, auch wenn es «eine kleine Delle» geben sollte, werde der
Hub weiter wachsen. Die DHL-Ansiedlung habe auch zu zusätzlichen
Arbeitsplätzen im Umfeld geführt. Der Effekt sei «spürbar». Etwa 500
bis 1000 weitere Jobs, unter anderem bei Transportunternehmen, seien
entstanden.

Reinboth, der als Projektverantwortlicher maßgebend den Aufbau des
Luftdrehkreuzes leitete, verlässt das Luftdrehkreuz und übernimmt
innerhalb des Konzerns andere Projektaufgaben. An seine Stelle tritt
im Januar 2009 der frühere Geschäftsführer der Flughafen
Leipzig/Halle GmbH, Eric Malitzke.

Die Deutsche Post World Net hatte in den neuen Standort, zuvor war
Brüssel der europäische Umschlagknoten, nach eigenen Angaben 300
Millionen Euro investiert. Allein die Sortieranlage kostete 70
Millionen Euro. Bis zum Jahr 2012 soll die Zahl der Mitarbeiter auf
3500 steigen.

(Redaktion)


 


 

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