Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Aktuell News
Weitere Artikel
  • 08.05.2015, 08:14 Uhr
  • |
  • Rhein-Main
Dienstwagen

Firmenwagen in deutschen Unternehmen

Dienstwagen haben in Deutschland einen hohen Stellenwert, sie gelten als Statussymbol. Wer seine Mitarbeiter wertschätzt und sie bei Laune halten will, investiert gerne in einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden darf.

Einige Marken werden hierbei besonders gerne gewählt: Die beliebtesten Firmenwagen kommen in Deutschland von Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen. Laut "Dienstwagenmonitor Deutschland 2014" liegt VW mit einem deutschlandweiten Dienstwagenanteil von 28 Prozent derzeit vorne, mit 20 Prozent folgt direkt dahinter Audi und schließlich mit 13 Prozent BMW. Der Audi A4 ist das Auto, welches am häufigsten gewählt wird. Nach Ende des Leasingvertrags werden die Firmenwagen entweder verkauft oder gehen wieder an den Händler zurück und werden von diesem veräußert. Entsprechend viele Modelle des betreffenden Autotyps sind dann auf Gebrauchtwagenplattformen wie Autoscout.de im Umlauf. Neben dem Audi A4 sind der VW Passat und der 3er BMW besonders beliebte Typen.


Bildrechte: Flickr A4 O Liver CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Dienstwagen eher ein Männerding

Vor allem Mitarbeiter des gehobenen Managements und Vertriebsmanagementmitarbeiter bekommen Firmenwagen gestellt. In den meisten Unternehmen wird es so gehandhabt, dass je nach Position ein bestimmtes monatliches Budget für den Firmenwagen genehmigt wird. Innerhalb dieses Rahmens können sich die Arbeitnehmer dann einen Wagen aussuchen. Unter Umständen gibt es aber Spezifikationen, die einzuhalten sind: Manche Unternehmen bestehen auf Kombis, andere verbieten spritfressende SUVs. Manchmal existieren aber auch Verträge mit einem bestimmten Autofabrikanten, sodass alle Mitarbeiter Autos derselben Marke fahren. Dies beugt Neid und Streitigkeiten vor.

Laut der Dienstwagenmonitor-Studie legen männliche Führungskräfte mehr Wert auf einen Dienstwagen als weibliche: Jeder zweite Chef ist mit Dienstwagen unterwegs, allerdings nur jede vierte Chefin. Für Männer ist das Statussymbol Auto noch immer wichtiger als für Frauen. Unter den Fachkräften haben 13 Prozent der Männer einen Dienstwagen, aber nur4 Prozent der Frauen. Zudem sind die Autos der Männer im Schnitt um einiges teurer als die ihrer weiblichen Kollegen.

Steuer nicht vergessen

Mitarbeiter, die einen Firmenwagen nutzen, müssen diesen ebenfalls zur Steuer anmelden. Der Wagen stellt einen sogenannten "Geldwerten Vorteil" dar. Die genaue Höhe wird anhand der 1-%-Regelung oder durch eine genaue Aufstellung der gefahrenen Kilometer berechnet. Bei der 1-%-Regelung muss der Arbeitnehmer monatlich 1 Prozent des Listenneupreises des Wagens versteuern. Die sich daraus ergebende zusätzliche Lohnsteuer wird vom bisherigen Nettolohn abgezogen. Der Arbeitnehmer bekommt also weniger Geld ausgezahlt, kann sich aber auf der anderen Seite die Unterhaltung eines Privatwagens sparen und bekommt auf Firmenkosten einen Neuwagen gestellt.

(Redaktion)


 

 

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Dienstwagen" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: