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Logistik 4.0 – Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die deutsche Industrie

Lagersysteme müssen mittlerweile Höchstleistungen vollbringen, denn der Erfolg eines Unternehmens, das Ware produziert, hängt ganz maßgeblich ab von optimierten Produktions- und Lagerungsprozessen. Der Lagertechnik als Schnittstelle zwischen der Produktion und Distribution der Waren kommt deshalb in der heutigen Zeit eine besondere Rolle zu. Die Branche wächst stetig und die Unternehmenslogistik stellt unter anderem immer höhere Anforderungen an die Hersteller von Flurförderzeugen. Ein deutsches Unternehmen, das Flurförderzeuge, Materialfluss- und Lagertechnik herstellt und vertreibt, ist Jungheinrich.


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Zwischenbilanz zeigt Umsatzsteigerung für Jungheinrich

Die letzten Quartalszahlen des börsennotierten Unternehmens verdeutlichen diese Entwicklung: Durch den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte von Jungheinrich – eine Bestellung von mehr als 1000 Gabelstaplern mit Elektroantrieb – erwartet das Unternehmen für 2017 eine deutliche Umsatzsteigerung. Zudem hat nicht nur die Nachfrage nach Flurförderzeugen in China und Osteuropa zugenommen, sondern auch das Neugeschäft trägt zum Erfolg des Hamburger Unternehmens bei.

Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, will der Konzern nun neue Produktionsanlagen in Osteuropa errichten. „Wir brauchen in Europa einen anderen, günstigeren Standort, der auch nicht so enorm reguliert ist“, erklärt Hans-Georg Frey, Vorstandsvorsitzender bei Jungheinrich, dem Anlegermagazin Börse Online (Ausgabe 37 vom 14.9.17). „Hier kommen dauernd neue Belastungen aus Berlin.“ Bislang wurde vorwiegend in den sechs deutschen Werken des Unternehmens produziert, wobei sich laut Frey trotz der Planung neuer osteuropäischer Produktionsanlagen an den deutschen Standorten nichts ändern wird. Wie viel investiert wird, verriet der Vorstandschef nicht: „So weit sind wir noch nicht. Es laufen erst die ersten Untersuchungen.“

Digitalisierung in der deutschen Industrie

Dass auch die Digitalisierung die Fortschritte in der Lagertechnik vorantreibt, erklärte Frey schon auf dem 6. Norddeutschen Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates im Mai 2017 in Hamburg. Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich, der seine Produkte selbst online vertreibt, will die digitale Wende nutzen und den Warentransport durch Vernetzung smarter und sicherer gestalten. Das kommt früher oder später auch der deutschen Industrie zugute.

Der Begriff Industrie 4.0 bezieht sich auf die Verzahnung der industriellen Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Auf diese Weise sollen Prozesse möglichst autonom ablaufen können. Über digitale, vernetzte Systeme sollen Menschen in Zukunft mit den Anlagen und Maschinen in der Lagertechnik kommunizieren können, um die Produktionsschritte zu einer ganzen Wertschöpfungskette zusammenzufassen.

Digitaler Fortschritt in der Logistik

Als entscheidender Faktor in der Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen stellt die Digitalisierung die Prozesse in der Lagerlogistik auf den Prüfstand. Die Logistik 4.0 versucht deshalb, Effizienz und Optimierung in der Produktion und Distribution durch Automatisierung zu erreichen. Die Grundlage dafür ist eine Vernetzung aller Produktionsschritte, der Lieferkettenpartner und Kunden, denn optimierte Prozesse in der Logistik verbessern nicht nur die Leistung des Unternehmens, sondern senken auch die Kosten.

Noch hat die digitale Revolution mit ihren Möglichkeiten bei Weitem noch nicht jedes Unternehmen erreicht, jedoch initiiert die Herausgabe des Open-Content-Werkes Handbuch Digitalisierung schon einen Paradigmenwechsel in der Logistikbranche. Gastbeiträge, Interviews und Fallbeispiele beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung vornehmlich auf mittelständische Betriebe und leiten so die digitale Transformation ein. Neue digitale Geschäftsmodelle sowie Praxisbeispiele verdeutlichen, inwiefern Logistikketten optimiert werden können. Auch wenn das Buch keine Patentrezepte liefert, regt es zumindest zu einer intensiven Auseinandersetzung an und zeigt produzierenden Unternehmen mögliche Einstiege in die Logistik 4.0 auf.

(Redaktion)


 


 

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