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Letztes Mittel in der Krise

DIHK kritisiert mögliche Staatshilfen für Opel

(bo/ddp-hes). Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die mögliche Hilfe der Bundesregierung für den Autohersteller Opel kritisch. «Staatliche Eingriffe können allenfalls das letzte Mittel in der Krise sein und das nur dann, wenn ohne diese Eingriffe weite Teile der Gesamtwirtschaft negativ betroffen wären», sagte DIHK- Chefvolkswirt Volker Treier der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstagausgabe). Ein stärkerer Einfluss des Staates sei nicht der Weisheit letzter Schluss, weil der Staat immer wieder bewiesen habe, dass er es nicht besser könne als die Privaten, sondern eher schlechter.

Der immer lauter werdende Ruf nach staatlichen Hilfen führt nach
Ansicht Treiers letztlich dazu, dass sich alle schlechter stellen,
weil man den Staat in die Rolle dränge, über die Produktionsausübung
zu entscheiden. «Der Staat wird das alles nicht leisten können, zumal
auch die Luftfahrt- und die IT-Industrie vorstellig werden wollen, um
staatliche Hilfen zu erhalten.»

Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) begrüßte die
Gespräche dagegen. «Wir müssen ein Interesse daran haben, dass uns
nicht Teile der Automobilindustrie wegbrechen», sagte ZDH-
Hauptgeschäftsführer Hanns-Eberhard Schleyer angesichts enger
Verflechtungen zwischen Handwerk und Autobranche. Einen größeren
staatlichen Einfluss auf die Industrie lehnt Schleyer hingegen ab:
«Andere Fälle haben gezeigt, dass dort, wo der Staat über
Beteiligungen oder in Aufsichtsräten mitgewirkt hat, Unternehmen, wie
etwa die Landesbanken, nicht besser gewirtschaftet haben.»

(rheinmain)


 


 

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Deutscher Industrie- und Handelskammertag
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