Weitere Artikel
Institut für Wirtschaftsforschung

DIW rät von Bürgschaft für Opel ab - IG Metall für Hilfen

(bo/ddp-hes). Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich gegen eine Bürgschaft zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. «Es besteht sonst die Gefahr, dass die Verluste aus den USA nach Deutschland transferiert werden, für die der Staat dann einstehen muss», sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe). Das könne der Finanzminister nicht zulassen. Werde Opel geholfen, müsse die gesamte Branche, der es insgesamt schlecht gehe, unterstützt werden. «Das ist ein Fass ohne Boden», sagte der DIW-Präsident. Eine staatliche Hilfe in Form einer Bürgschaft könne er sich nur vorstellen, falls der US-Mutterkonzern General Motors tatsächlich pleitegeht.

Die Industriegewerkschaft Metall hat sich für eine Staatsbürgschaft für Opel ausgesprochen, allerdings strenge Auflagen gefordert. «Die Politik muss in diesem Fall schärfere Bedingungen stellen als üblich», sagte der Leiter des IG-Metall-Bezirks Frankfurt am Main, Armin Schild, der Zeitung. Er verlangte Standort- und Beschäftigungsgarantien. Zudem müsse die allzu große Abhängigkeit von General Motors reduziert werden. Die deutsche Tochter leide unter Fehlern des US-Managements auf dem europäischen Markt. Schild
forderte: «Gebt Opel frei.»

(rheinmain)


 


 

Opel
Bürgschaft
IG Metall

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Opel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: