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Django Asül bei FFH

Django Asül (38) sagt bei HIT RADIO FFH: „Ich lebe wie ein Zehnjähriger“

Der bayerisch-türkische Kabarettist Django Asül (38) war am heutigen Sonntag (6. März, 9 bis 12 Uhr) Gast in der Sendung „Silvia am Sonntag“ beim hessischen Privatsender HIT RADIO FFH. Der Moderatorin Silvia Stenger sagte der gebürtige Niederbayer in der Talk-Sendung, dass er Borussia Dortmund den Meistertitel gönne:

„Ich bin Bayern-Fan, aber die Dortmunder spielen einfach den schönsten Fußball.“ Asül mag die hessische Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petkovic (23; Darmstadt): „Sie hat den Ernst des Lebens begriffen.“ Und Asül sagte: „Wenn ich frei habe, dann lebe ich nicht anders, wie ein Zehnjähriger, der mittags nach Hause kommt, seinen Schulranzen in die Ecke schmeißt und macht, was er will. Das ist für mich wahre Lebensqualität.“

Django Asül machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann und auch zum Tennislehrer. Seine Comedy-Karriere startete er, als er ein Programm des Kabarettisten Matthias Beltz (†) live gesehen hatte. Im Sonntags-Talk bei HIT RADIO FFH sagte Django Asül: „Wichtig war für mich eine gesunde Mischung von Unbekümmertheit und Naivität. Wenn ich rational überlegt hätte, ob ich auf der Bühne bestehen kann, dann hätte ich zu einem ‚Nein‘ kommen müssen. Ich denke, der Mensch sollte generell öfter mal was ausprobieren, wenn er‘s nicht hinkriegt, kann er es immer noch bleiben lassen.“

Asül wuchs in Hengersberg (Bayern) auf: „Ganz Hengersberg war mein Laufstall. Das gesamte Umfeld hat sich um mich gekümmert. Ich musste auch nicht in den Kindergarten, das war mir damals schon zu infantil. Das war unter meiner Würde, mich mit so kindischen Dingen zu beschäftigen. Deshalb habe ich auch diese starke Verbundenheit zu diesem Ort. Ich könnte mir nicht vorstellen, woanders zu leben, da hab‘ ich meine Leute, die kenn‘ ich, was will man mehr?“

Im FFH-Gespräch sagte Asül: „Ich bin keiner, den es in die Öffentlichkeit zieht, ich habe auch schon mal ein Jahr Bühnenpause gemacht, da ging es mir keinen Deut schlechter. Ich hab‘ ja meine Eltern im Haus über mir und hab‘ noch die alten Seilschaften von früher. Eigentlich bin ich nachwievor noch das Kind: Wenn ich frei habe, dann lebe ich nicht anders, wie ein Zehnjähriger, der mittags nach Hause kommt, seinen Schulranzen in die Ecke schmeißt und macht, was er will. Das ist für mich wahre Lebensqualität.“

Asül weiter im FFH-Gespräch: „Mein Alltag ist von Bühne und Tennis dominiert. Die Gefahr, dass ich eines Tages nicht mehr auf der Bühne stehe, ist größer, als die, dass ich nicht mehr Tennis spiele. Ich war ein großer Fan von Ivan Lendl.“ Django Asül über die Darmstädter Tennisspielerin Andrea Petkovic: „Sie macht sich gut. Es ist sehr angenehm, dass dieses Mädchen auch sonst die Scheuklappen nicht auf hat, sondern nach links und rechts schaut. Das geht nicht nur ums Einser-Abitur, man sieht, die hat den Ernst des Lebens begriffen, sie hat auch einen sehr guten Blick auf sich selber. Die Voraussetzungen, ganz oben mitzuspielen, hat sie allemal.“

Auf die Frage, was einen guten Tennisspieler ausmacht, sagte Asül zu FFH-Moderatorin Silvia Stenger: „Kondition, Physis, Bewegungstalent braucht man, um gut Tennis zu spielen. Ich geh‘ das schon sehr professionell an, weil ich sehe, wie viele in meinem Alter schludern mit dem eigenen Körper und sich dann wundern, dass was wehtut. Wenn ich auf Tournee bin, spiele ich sehr gerne mit ehemaligen Profis, das bringt total viel. Die brauchen dann nicht hundert Prozent geben, aber es ist auch nicht so, dass die jetzt Standtennis spielen und dabei einschlafen.“

Auch über den FC Bayern München, der die drei letzten drei Spiele verloren hat, sprach Asül bei FFH: „Als Bayern-Trainer bist du entweder zu sanft oder zu hart. Wer sich den Job antut, muss wissen, worauf er sich einlässt. Ich zitiere Udo Lattek: ‚der FC Bayern braucht keinen Trainer, der braucht eine Mischung aus Psychologe und Dompteur, der aus jedem Spieler das Optimale rausholt, weil Fußball spielen können die alle‘. Solange ein Trainer gewinnt, kann er machen was er will, das gilt auch für van Gaal. Selbst als Bayern-Fan hoffe ich, dass Dortmund dieses Jahr Meister wird, weil sie einfach den schönsten Fußball spielen. Und die Tabelle lügt einfach nicht. Dieser gewaltige Unterschied spiegelt genau die Realität wider.“

Django Asül beendet Sätze, die ihm Silvia Stenger vorgab:

Zwei Maß Bier... „schafft Günther Beckstein locker, bei mir ist es eher mein Jahreskonsum.“

Istanbul ist... „die wahrscheinlich vielfältigste und bunteste Stadt der Welt, die jeder mal sehen sollte.“

Humor/Grenzen... „auch der Betroffene muss drüber lachen können. Das Maß was ich mir selber gebe ist, vergiss‘ nie, dass vor dir ein Mensch ist.“

Auf die Frage von Silvia Stenger, ob seine Eltern stolz auf ihn sind, sagte Django Asül: „Stolz ist das falsche Wort. Meine Eltern sind auch eher bescheidene Leute. Die freuen sich nicht über meinen Status, sondern darüber, dass ich mich wohl fühle, mit dem was ich mache.“

Weitere Informationen unter: www.ffh.de

(Dominik Kuhn)


 


 

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