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Marktkommentar Aktien - Helaba

Druck auf Aktienmärkte hält an

Die US-Aktienmärkte notierten zu Beginn der Freitagshandelssitzung im Minus. Eine outperformance bei den Sektoren Financial, Technology und Energy half die Kursabschläge einzudämmen bzw. die marktbreiteren Indizes in die Pluszone zu hieven. Insbesondere die Aktie von Google ($ 324,70 + 18,20) stand im Fokus. Das Unternehmen setzte seinen Wachstumskurs im abgelaufenen Quartal fort und übertraf mit dem erzielten Gewinn die Analystenschätzungen. Demgegenüber enttäuschten die Zahlen von GE. Der Konzern musste im 4. Quartal einen Ergebnisrückgang in Höhe von 44 % hinnehmen.

Die Quartalsberichtssaison setzt sich auch in dieser Woche unvermindert fort. U.a. werden Altria, Amex, Amgen, Caterpillar, Google, Texas Instruments, VeriSign, Altera, Verizon, Yahoo, ConocoPhillips, Lam Research , Pfizer, Qualcomm, Starbucks, Black &Decker, Colgate-Palmolive, Eli Lilly, Chevron, Exxon Mobil und Procter &Gamble berichten. Auch Seitens der Konjunkturdaten ist der Kalender prall gefüllt. Den Beginn machen der Chicago Fed National Activitiy Index und die Frühindikatoren. Die Ratssitzung der Fed, das Sitzungsprotokoll der BoJ, der S&P Case Shiller HPI, die MBA Hypothekenanträge, die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Verkauf neuer Häuser sowie das BIP (Q4), der Chicago Einkaufsmanagerindex und die Verbraucherstimmung der Uni Michigan wer-den ebenfalls im Blickpunkt stehen. Das technische Bild des Dow ist und bleibt angeschlagen. Der Kampf um die 8.000er-Marke wird sich auch in dieser Woche fortsetzen. Die Tatsache, dass am Freitag ein neues Verlaufstief erreicht wurde spricht dafür, dass die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung nach unten höher einzuschätzen ist.

Der Dax setzte auch am Freitag seine Abwärtsbewegung weiter fort. Das Tagestief wurde bei 4.067 Zählern markiert, zum Xetraschluss war ein Abschlag von rund 1 % auf 4.178,94 zu ver-zeichnen. Mit einem Kursplus von 8,59 % verbuchte die Aktie von Merck das größte Tagesplus unter den Daxwerten. Infineon (-4,90 %) und die Deutsche Bank (-4,61 %) verzeichneten die größten Abschläge. Lange Zeit standen auch die Versicherungswerte im Fokus. Spekulationen um drohende Milliardenabschreibungen auf Grund von sog. Hybridanleihen hatten die Runde ge-macht. Die Aktie der Allianz verlor daraufhin phasenweise mehr als 10 %. Auch hierzulande werden einige Unternehmen berichten: zu nennen sind Siemens, SAP und Klöckner. Zudem wird Porsche die Hauptversammlung abhalten. Insgesamt muss damit gerechnet werden, dass weder von Unternehmens- als auch von Konjunkturdatenseite gute Nachrichten zu hören sein werden.

So wird für den am Dienstag anstehenden ifo-Geschäftsklimaindex im Konsensus mit einem Rückgang auf 81,5 Punkten gerechnet. Auch aus charttechnischer Sicht kann keine Entwarnung gegeben werden, wenngleich die Chance auf eine kleine Gegenbewegung mit der Tagescandle vom Freitag ein wenig höher geworden ist. Die genannte Kerze weist eine sehr deutlich ausgeprägte, lange Lunte auf, welche nach einer langen Verluststrecke, wie sie vorliegt, auf eine mögliche Wende bzw. kurzfristige Korrektur hindeutet. Dennoch sind die Risiken, dass der Markt per Saldo weiter abrutscht noch immer immens. Unter diesem Aspekt sind die vorzufindenden Chance- und Risikoprofile nach wie vor nicht ausreichend, um Longpositionen (abgesehen von sehr kurzfristigen Engagements) einzugehen. Supportmarken finden sich bei 3.969 und 3.844 Zählern, während eine sehr massive Widerstandszone im Bereich von 4.280/4.300/4.330 Daxpunkten zu definieren ist.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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