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Stärkung des FinanzVerbundes

DZ BANK und WGZ BANK unterzeichnen Memorandum of Understanding

Die Vorstände von DZ BANK und WGZ BANK haben eine gemeinsame Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) verabschiedet. Die Aufsichtsräte beider Häuser haben das MoU heute in ihren jeweiligen Sitzungen behandelt. In diesem MoU werden die wesentlichen Schritte des Zusammengehens der genossenschaftlichen Zentralbanken mit dem gemeinsamen Ziel, die strategische Kompetenz sowie die operative Stärke der Zentralbanken und der Verbundunternehmen in zukunftsfähigen Strukturen zu bündeln, geregelt.

Damit sollen
. die Nähe zu den Volksbanken und Raiffeisenbanken,
. die Qualität und Effizienz von Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen sowie
. die Transparenz über Entscheidungen und Leistungsbeiträge ausgebaut werden.

„Dies ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur Fusion. Wir werden als vereinigte Zentralbank an die erfolgreiche geschäftspolitische Ausrichtung von DZ BANK und WGZ BANK anknüpfen. Aus der Kombination der Stärken beider Häuser werden neue Ertrags- und Wachstumspotenziale für die
Volksbanken und Raiffeisenbanken, die vereinigte Zentralbank und die Verbundunternehmen erwachsen“, sagte Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK.

Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK, erklärte: „Mit der vereinbarten Weiterentwicklung zu einer Holdingstruktur werden wir die Position der Volksbanken und Raiffeisenbanken, die Wettbewerbsvorteile und damit die Anziehungskraft unserer Organisation weiter stärken. Damit werden wir unsere genossenschaftliche Bankengruppe für unsere Kunden und Mitglieder, aber auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch attraktiver gestalten.“

Beide Häuser sind sich einig, dass die gemeinsame Zentralbank nahe an den Volksbanken und Raiffeisenbanken ausgerichtet und sich im Vertrieb weiterhin an dezentralen Strukturen orientieren wird. Das Verbundgeschäft mit dem Angebot subsidiärer Produkte und Leistungen für die Volksbanken
und Raiffeisenbanken soll weiter ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken soll sich zukünftig insbesondere auch auf den Mittelstand konzentrieren. Ergänzend dazu wird die gemeinsame Zentralbank die sich bietenden Chancen auf zusätzliche Wertschöpfung im
Corporate- und Investment Banking und im Private Wealth Management wahrnehmen.

Integration beider Institute und neue Führungsstruktur

Es ist die Absicht von DZ BANK und WGZ BANK, die Integration beider Häuser - im Einvernehmen mit den Arbeitnehmervertretungen - innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nach ihrem Zusammenschluss zu vollenden. Beide Häuser halten die Bündelung der übergreifenden Strategie- und Steuerungsfunktionen in einer Einheit mit nur wenigen verbundnahen Aufgaben für die geeignete und zweckmäßige Organisationsstruktur. Spätestens nach Abschluss der Integration werden daher die vereinigte Zentralbank und die Verbundunternehmen in eine Holding-Struktur überführt, um die
Weiterentwicklung im Strategie- und Steuerungsansatz umzusetzen. Der Name der vereinigten Zentralbank soll DZ BANK sein, ihr Sitz Frankfurt am Main. Sie wird mit dem Claim „Die Initiativbank“ auftreten und als „DZ BANK. Die Initiativbank“ Elemente beider Institute vereinen.

Es bestehen folgende Planungen: Zukünftig soll die Führung und Steuerung des Geschäfts mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie mit dem Mittelstand in Düsseldorf konzentriert werden. Der heutige Sitz der WGZ BANK soll zudem mit Marktfolge- und Abwicklungsaktivitäten ausgestattet werden. Die Stabsund Steuerungsfunktionen sollen schrittweise in Frankfurt gebündelt werden. Das MoU enthält folgende gemeinsame Empfehlungen: Vorsitzender des Vorstands der vereinigten Zentralbank soll Wolfgang Kirsch werden, Vorsitzender des Aufsichtsrates soll Werner Böhnke werden.

Dem Vorstand sollen die folgenden Mitglieder angehören: Albrecht Merz und Frank Westhoff werden die Funktionen Group Finance, Controlling , Risiko-Controlling und Marktfolge übernehmen; Hans-Bernd Wolberg wird das subsidiäre Mittelstandsgeschäft sowie die Betreuung der Volksbanken und
Raiffeisenbanken als Aufgabe wahrnehmen. Die Verantwortungsbereiche im Kapitalmarktgeschäft, Investment Banking, Treasury sowie die Weiterentwicklung des Private Wealth Management werden
von Lars Hille, Wolfgang Köhler und Karl-Heinz Moll geleitet. Dr. Thomas Duhnkrack übernimmt die Verantwortung für Corporate Finance und strukturierte Finanzierungen sowie die Koordination des Auslandsnetzes. Thomas Ullrich wird die Funktionen IT, Operations und Transaction Banking
verantworten. Michael Fraedrich wird eine Organstellung in einem namhaften Verbundunternehmen innehaben.

Die finale Festlegung der Vorstandsressorts soll im Frühjahr 2009 im Hinblick auf die gemeinsam zu erarbeitende Organisationsstruktur erfolgen.
Der Vorstand der vereinigten Zentralbank und die Verantwortlichen der weiteren Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe bilden ein Management Board, das um weitere Vorstandsvorsitzende der Tochterunternehmen ergänzt werden kann. Dieses soll eine abgestimmte geschäftspolitische Ausrichtung von Zentralbank und Verbundunternehmen sicherstellen.
DZ BANK und WGZ BANK erwarten unmittelbare Ertrags- und Effizienzpotentiale von 100-120 Millionen Euro pro Jahr. Diese Synergien sollen insbesondere aus einer besseren gemeinsamen Marktbearbeitung mit Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie durch das Etablieren einer einheitlichen
Prozess- und IT-Plattform gehoben werden.

Beide Institute messen der Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hohe Bedeutung bei. Alle Personalmaßnahmen werden daher in einem offenen,
transparenten und fairen Prozess erfolgen und sollen nicht zu einseitigen Belastungen bei einem der beiden Unternehmen führen. Die erforderlichen Gespräche mit den Betriebsräten sind noch zu führen.

Verbundrat

Um den deutlich wachsenden Herausforderungen im Markt und im Wettbewerb noch besser begegnen zu können, wird das Miteinander von Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der neu entstehenden Zentralbank und den Verbundunternehmen zukünftig noch stärker von gemeinsamen Zielen und von
unternehmerischer Eigenverantwortung getragen. Beide Häuser haben sich deshalb darauf verständigt, dass in einem ersten Schritt zur Weiterentwicklung der Struktur des FinanzVerbundes mit dem Zusammenschluss auch ein Verbundrat bei der gemeinsamen Zentralbank errichtet wird. Er soll eine
frühzeitige und enge Einbindung der Primärbanken in die Entwicklung und Umsetzung von Produkt-und Vertriebsstrategien der Zentralbank und der Verbundunternehmen gewährleisten. Diesem Verbundrat sollen 30 bis 40 Mitglieder angehören.

Transaktionsstruktur, Bewertung und Projektorganisation

DZ BANK und WGZ BANK streben die Verschmelzung zu einer vereinigten Zentralbank zum 1. Januar 2009 an, die Hauptversammlungen beider Banken sollen der Verschmelzung im Frühsommer 2009 rückwirkend zum 1. Januar 2009 zustimmen.

Dabei wird das Vermögen der WGZ BANK als Ganzes auf die DZ BANK übertragen. Im Gegenzug werden den Anteilseignern der WGZ BANK im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteile an der DZ BANK gewährt. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus den Unternehmensbewertungen für beide Institute, die nunmehr nach Abschluss des Memorandum of Understanding erstellt werden. Die Due Diligence Prüfungen und die Unternehmensbewertungen werden von PwC sowie von Ernst&Young durchgeführt werden.Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung nehmen DZ BANK und WGZ BANK auch die Projektorganisation für die Vorbereitung und die anschließende Umsetzung der Integration beider
Häuser auf. Den Lenkungsausschuss der Projektorganisation bilden Wolfgang Kirsch und Albrecht Merz aus dem Vorstand der DZ BANK sowie Werner Böhnke und Thomas Ullrich aus dem Vorstand der WGZ BANK.

Quelle: DZ und WGZ Bank

(rheinmain)


 


 

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