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EADS kehrt in Gewinnzone zurück

(bo/ddp.djn). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Insgesamt verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von 679 Millionen Euro, wie EADS am Freitag in Amsterdam mitteilte. Im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 776 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Zwischen Juli und September steigerte EADS eigenen Angaben zufolge den Umsatz um 6 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Allerdings seien darin auch 803 Millionen Euro aus dem Wechsel der Bilanzierungsmethode für den Militärtransporter A400M beinhaltet. Analysten hatten mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet.

Das operative Ergebnis (Ebit) vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten belief sich auf 860 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte EADS noch ein Minus von 711 Millionen Euro ausgewiesen.

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzanstieg von 39,12 Milliarden Euro auf 40 Milliarden Euro. Sollten sich keine weiteren Belastungen aus dem verzögerten Militärtransporterprogramm ergeben, dürfte sich das bereinigte Ebit nach 52 Millionen Euro im Vorjahr auf mehr als die bislang prognostizierten 1,8 Milliarden Euro belaufen.

Insgesamt erwartet der Konzern im Geschäftsjahr mehr als 850 Flugzeugbestellungen und über 470 Auslieferungen. Allerdings müsse beim derzeitigen Finanzmarktumfeld einigen Kunden bei der Finanzierung der Flugzeuge unter die Arme gegriffen werden. Die Anfragen seien derzeit noch überschaubar, erklärte EADS. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht den Angaben zufolge weiterhin der Fortgang des Militärtransporterprogramms A400M. Ende September war der noch für das laufende Jahr geplante Erstflug auf unbestimmte Zeit verschoben und mit einem noch nicht einsetzbaren
Triebwerk begründet worden. Welche Auswirkungen dies auf die Finanzen des Programms hat, teilte EADS noch nicht mit. Exakte Angaben darüber könnten erst gemacht werden, wenn ein neuer Termin feststehe und mit den Kunden gesprochen worden sei, hieß es.

(Redaktion)


 


 

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