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Effektivzins

Neue EU-Regelung begünstigt Tricksereien

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(bo/dapd). Neue Richtlinien bei Verbraucherkrediten laden offenbar zu Tricksereien beim Effektivzins ein. Nach Informationen des Immobilienportals Immowelt.de kann dieser Zins, der zum Vergleich von Kreditangeboten herangezogen wird, neuerdings legal schöngerechnet werden.

Der Effektivzins berücksichtigt auch Nebenkosten eines Darlehens und ist deshalb höher als der reine Sollzinssatz. Laut einer von der EU vorgegebenen Regelung, die eigentlich den Verbraucherschutz stärken sollte, kann eine Bank laut Immowelt.de den ausgewiesenen Effektivzins neuerdings niedriger ausweisen, als dies vor der Neuregelung der Fall war, und ein Angebot besonders attraktiv erscheinen lassen.

Den Experten zufolge müssen die Banken künftig den Effektivzinssatz für die gesamte Kreditlaufzeit ausweisen und nicht mehr nur für den Zeitraum der Zinsfestschreibung. Da ein Hypothekendarlehen oft erst nach rund 30 Jahren abbezahlt sei, die Zinsbindung in der Regel aber nur 10 bis 15 Jahre laufe, müsse die Bank einen fiktiven Anschlusszinssatz bei der Berechnung des Effektivzinses mit berücksichtigen. Prognosen über das Zinsniveau in ferner Zukunft seien aber nicht möglich, der mutmaßliche Anschlusszinssatz könne daher sehr niedrig angesetzt werden. Im Ergebnis könne der ausgewiesene effektive Jahreszins niedriger sein als derjenige, der alleine für die Zeit der Zinsbindung tatsächlich anfällt, mahnt Immowelt.de. Es sei daher ratsam, bei der Bank nachzufragen, welcher Anschlusszinssatz für die Berechnung zugrunde gelegt wurde.

(dapd )



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Bild Nr. 1 © derateru / pixelio.de


 

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