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Hertie-Kaufhäuser

Einzelhandelsverband von Hertie-Schließungen überrascht

(bo/ddp.djn). Die angekündigte Schließung von Hertie-Kaufhäusern ist für den Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) «überraschend» gekommen. Dessen designierter Hauptgeschäftsführer Stefan Genth führte die Entscheidung am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin» auf den «Druck im deutschen Einzelhandel» zurück. Ob mit der Schließung von einigen Hertie-Filialen die übrigen gerettet seien, hänge auch sehr von Kosten für Miete und Pacht an den Standorten ab.

 Zudem mache sich der «Investitionsstau bei Immobilien» bemerkbar. «Wir glauben, dass es nach wie vor ein Warenhauskonzept in Deutschland gibt, das Zukunft hat», sagte Genth. Aber es müsse modernisiert werden. Nötig sei «eine Kombination von einem guten Standort und einem neuen Konzept».

Die insolvente Warenhauskette Hertie hatte am Dienstagabend angekündigt, 19 ihrer 73 deutschen Filialen zu schließen. Der Schwerpunkt der Streichungen liegt nach Unternehmensangaben in Nordrhein-Westfalen. Der Betrieb werde unter anderem in Niederlassungen in Bocholt, Essen, Hameln, Herne, Köln und Mettmann eingestellt. Auch für die Unternehmenszentrale in Essen-Kettwig sei eine «deutliche Verschlankung» vorgesehen. Von den Schritten seien etwa 520 Vollzeit-Arbeitsplätze betroffen. Weitere Einzelheiten wollte das Unternehmen am Mittwochvormittag in Essen bekanntgeben.

(Redaktion)


 


 

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