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Vorfahrt für Räumfahrzeuge auf winterlichen Straßen

(bo/dapd). Autofahrer sollten sich bei winterlichen Straßenverhältnissen auf vor ihnen fahrende oder entgegenkommende Räumfahrzeuge einstellen. Darauf macht der Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart aufmerksam. Bei einem Unfall mit einem solchen Fahrzeug könnte es teuer werden.

Nach einem Urteil des Landgerichtes Coburg (AZ: 11: 780/00) riskiere man bei einer Kollision, den Schaden selber zu tragen, wenn man nachgewiesenermaßen nicht weit genug rechts gefahren ist. Laut Paragraf 35 VIII der Straßenverkehrsordnung (StVO) genießen Räumfahrzeuge Vorrechte: Auch ein auf der linken Autobahnspur langsam fahrender Schneepflug ist nach geltender Rechtsprechung nicht für Auffahrunfälle verantwortlich.

Ein Autobahnbenutzer, der infolge Verstoßes gegen das Sichtfahrgebot ein Räumfahrzeug zu spät erkennt, muss für beiderseits eingetretene Schäden allein aufkommen. Räumfahrzeuge sind nach ACE-Angaben in der Regel mit 20 bis 25 km/h, Streufahrzeuge mit 40 bis 55 km/h unterwegs. Ratsam sei, immer ausreichend Abstand zu einem fahrenden Räumfahrzeug oder Schneepflug zu halten, auch um nicht in die von ihm ausgehende Salzstreuung zu geraten. Da eine frisch geräumte Straße sehr glatt sein kann, sei eine besonders vorsichtige Fahrweise angebracht. Einzelne Räumfahrzeuge sollten nur dann überholt werden, wenn es der Straßenzustand wirklich erlaubt und es gefahrlos möglich ist. Kommt ein Räumfahrzeug entgegen, sollte das Tempo verringert und möglichst weit rechts gefahren werden. In besonderen Fällen sei es sogar angeraten, kurz anzuhalten.

(dapd )


 


 

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