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Energie

Energieverbrauch in Deutschland 2010 gestiegen

Während die Meinungen über das neu verabschiedete Erneuerbare Energiengesetz, kurz EEG, in Deutschland geteilt sind, zeigen aktuelle Zahlen, dass der Energieverbrauch bundesweit gestiegen ist.

Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, stieg der Energieverbrauch der Bundesrepublik gegenüber dem Vorjahr um stolze vier Prozent an. So wurden beispielsweise rund 478 Millionen Tonnen an Steinkohle verbrannt. Doch trotzdem ist der Wert noch immer unter dem Niveau wie er vor der Wirtschaftskrise 2008 war. Dies zeigt deutlich, wie sehr die wirtschaftliche Lage Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat, auch wenn einem das im ersten Augenblick gar nicht in den Sinn kommt. Doch eigentlich ist es logisch, je besser die Wirtschaft läuft, desto mehr Energie wird natürlich gebraucht. Denn läuft die Wirtschaft gut, wird naturgemäß mehr gekauft, ganz egal ob es sich dabei um Autos oder Fernsehgeräte handelt. Da können zehn Prozent mehr gekaufte Autos natürlich den Energieaufwand ganz schön in die Höhe treiben, um nur ein Beispiel zu nennen.

Alternative Energien auf Vormarsch

Etwas Gutes hat der gestiegene Energieverbrauch, neben Mehreinnahmen für die Kraftwerksbetreiber, jedoch außerdem noch. Da immer mehr Energie benötigt wird und gleichzeitig die Bundesregierung den Umweltschutz immer weiter vorantreibt - eben etwa durch die Reformierung des EEG - stieg auch der Anteil erneuerbarer Energien drastisch an. Während vor 30 Jahren die Solarenergie nur von ein paar Umweltaktivisten als wirkliche Alternative betrachtet wurde, stehen heute in allen Schulen Unterrichtsthemen wie So entsteht Solarstrom auf der Tagesordnung.

So können sich die Hersteller von Photovoltaikanlagen wie etwa die SCHOTT Solar AG über ein Rekordjahr freuen. Um rund 80 Prozent stieg der Anteil an Photovoltaikanlagen im gesamten Bundesgebiet. Der Anteil aller erneuerbarer Energien stieg im Bundesdurchschnitt um 6,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 an.

Letzte Ära der fossilen Energien

Durch den neuen Energiehunger der Industrie und der Wirtschaft stieg auch der Anteil fossiler Energieträger, so wurden rund 3,7 Prozent mehr an Erdgas und gewaltige 15 Prozent mehr an Steinkohle verbrannt als noch im Jahr zuvor. Die in Deutschland mehr als umstrittenen Atomkraftwerke wurden zu drei Prozent mehr als 2009 beansprucht.
Nach der Meinung von Experten steigt durch die vermehrte Nutzung fossiler Energieträger auch der CO2 Ausstoß in Deutschland seit 2009 wieder an. Dem will die Bundesregierung aber das eingangs erwähnte neue EEG entgegensetzen. Zur Zeit sieht es so aus, als würde dies die letzte Ära der fossilen Brennstoffe in Deutschland werden, denn bekanntermaßen wird der Anteil an erneuerbaren Energieträgern künftig alleine aufgrund der gesetzlichen Vorgaben immer weiter steigen, abgesehen vom glücklicherweise stetig steigenden Umweltbewußtsein einer immer breiteren Bevölkerungsschicht.

(Redaktion)


 


 

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