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Dow Jones mit Minus

Equity Daily

Die US-Aktienindizes gingen geschwächt aus dem Handel. Der Dow Jones Industrials schloss bei 8564,53 Punkten, einem Minus von 0,75 %. Auch der S&P 500 und der Nasdaq Composite ver-zeichneten Abschläge (-1,27 % bzw. -2,10 %). Auch die Erwartung, die Fed würde aggressiv gegen die Krise vorgehen, brachte keine Stimmungsverbesserung mit sich. JPMorgan und Apple verloren nach negativen Analystenkommentaren. Neue Nachrichten zur Lage der Autobauer gab es nicht.

Mit Baubeginnen und –genehmigungen stehen heute in den USA wichtige Konjunkturindikato-ren auf dem Programm. Bislang war trotz der nunmehr dreijährigen Rezession in diesem Sektor keine Bodenbildung zu erkennen. Angesichts des hohen Überangebots an zum Verkauf stehender Eigenheime und vor dem Hintergrund der verschärften Kreditvergabebedingungen sowie der stei-genden Arbeitslosigkeit dürfte auch mit den heutigen Zahlen eine Trendwende zum Besseren auf sich warten lassen. Der Durchschnitt der befragten Volkswirte erwartet weitere Rückgänge im Monatsvergleich. Hohe Aufmerksamkeit ziehen in der Regel die US-Verbraucherpreiseauf sich. Die Indikationen vonseiten der Import- und Erzeugerpreise sind eindeutig: Im Vergleich zum Vormonat ist ein starker Preisrückgang zu erwarten. Vor allem sinkende Energiepreise sind hier-bei der dominierende Faktor. Die Jahresteuerungsrate wird entsprechend deutlich unter die 2%-Marke fallen. Die Kerninflation sehen wir dagegen nur moderat absinken, diese wird mit leicht über 2 % aber nicht für Inflationssorgen sorgen. Die anhaltende Rezession und die sinkenden Inflationsraten ermöglichen der US-Notenbank weiterhin, aggressiv gegen die Krise vorzugehen. Die Ausweitung der monetären Basis ist dafür ebenso Zeugnis, wie der effektive Tagesgeldsatz bei 0,1-0,2 %. Eine Reduzierung des Leitzinses (Zielsatz für Tagesgeld ) von aktuell 1,0 % ist somit nur eine formale Anpassung an die Realität. Wir favorisieren eine Reduktion um 75 Bp. auf 0,25 %. Das begleitende Statement der Fed dürfte verdeutlichen, dass die Notenbanker gewillt sind auch in näherer Zukunft mit unkonventionellen Maßnahmen gegen Rezession und Deflati-onsgefahren anzugehen.
Der Dax zeigte sich in ruhigem Handel gut behauptet. Bei 4654,82 Punkten oder einem MInusvon 0,18 % endete der Handel.16 Gewinnern standen 13 Verlierer entgegen. Positive Beiträge lieferten Deutsche Börse, Deutsche Bank, BASF und RWE. Belastet haben Allianz, SAP, E.ON und MAN.
Heute stehen die Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor in Deutschland, Frankreich und für die gesamte Eurozone auf der Agen-da. Diese werden das rezessive Bild im Eurowährungsgebiet nochmals unterstreichen. Insbesonde-re die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, wie sie zum Beispiel im Geschäftsklimaindika-tor der Banque de France zum Ausdruck gekommen ist, dürfte sich in den Befragungen der Ein-kaufsmanager spiegeln. Weitere Rückgänge sind wahrscheinlich und insofern schließen wir uns den Konsensschätzungen an. Diese Entwicklungen wären auch eine negative Indikation für den am Donnerstag anstehenden ifo-Geschäftsklimaindex.
Fundamental bleibt das Umfeld schwierig. Da aber in den Kursen bereits viel Konjunkturskepsis enthalten sein sollte und die technischen Indikatoren überwiegend freundlich zu werten sind, se-hen wir auch heute eine gut behauptete Tendenz als wahrscheinlich an. Die Vorgaben aus Asien und den USA sind derweil nicht unterstützend und könnten für einen schwachen Auftakt sorgen.

Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom hat das Krisengespräch im Kanzleramt genutzt und aber-mals auf eine Lockerung der Regulierung in Deutschland und der EU gepocht. Der Vorstandsvorsitzende Obermann nannte dies als Voraussetzung für die Modernisie-rung der Infrastruktur und für die damit verbundenen Investitionen. (FAZ)
Fresenius
Die Else-Kröner-Fresenius- Stiftung muss nicht in jedem Fall Mehrheitsaktionärin bei Fresenius bleiben. Das gibt der Gesellschaft Spielraum für künftige Zukäufe. (Han-delsblatt)
Deutsche Börse/ EUREX
Die Deutsche Börse orientiert sich stärker nach Asien. Nach der Eröffnung eines Büros in Peking kooperiert die Tochter Eurex enger mit der Korea Stock Exchange. (Handelsblatt)
Kühne+Nagel
Der Logistikkonzern Kühne+Nagel holt einen neuen Personalchef von der Deut-schen Telekom. Lothar Harings wechselt zum Konzern, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. (FTD)
Runners Point
Die frühere Karstadt-Quelle-Tochter Runners Point zeigt sich stabil. Der Sport-schuh-Spezialist werde seinen Umsatz in diesem Jahr vermutlich um 9% auf 112 Mio EUR steigern. (Handelsblatt)
Quimonda
Die Verhandlungen über die Rettung des Chipherstellers Qimonda gehen in die Schlussphase. Die sächsische Landesregierung rechnet innerhalb von 48 Stunden mit einer Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens. (FAZ)

Nachbörslich vorgelegte Quartalszahlen bzw. Nachrichten wirkten sich auf die Kurse wie folgt aus: Genzyme (+1,4 %), Smith&Wesson (-21,0 %), Monolithic Power (-8,4 %).

(Redaktion)


 


 

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