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Kritik an Geldpolitik

Euroland-Chefvolkswirt Mayer fordert Zinssenkungen von der EZB

(bo/ddp.djn). Die Kritik an der restriktiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wächst. Thomas Mayer, Euroland-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, fordert die EZB in der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe) zu Zinssenkungen auf: «Die EZB kann die Zinsen um gut 100 Stellen auf 3,25 Prozent senken.» Die Zinserhöhung Anfang Juli sei angesichts der sich abkühlenden Konjunktur in Euroland «ein Fehler» gewesen. «Die EZB hat die Wachstumskräfte überschätzt und die Finanzkrise sowie den Ölpreisschock unterschätzt», kritisiert Mayer.

Die Inflationsgefahren sind nach Ansicht Mayers geringer als von
der Notenbank befürchtet. «Der Höhepunkt der Inflation ist
überschritten. Von nun an geht es bergab», sagte Mayer. Schon im
nächsten Jahr dürfte die Inflationsrate wieder dem EZB-Ziel von unter
zwei Prozent entsprechen.

Für die Konjunkturaussichten in Euroland ist Mayer pessimistisch.
Für 2009 erwartet er lediglich ein Wachstum von 0,1 Prozent. Das im
Vergleich zu den USA deutlich schwächere Wachstum gehe auf die
unterschiedliche Wirtschaftspolitik zurück. Euroland habe dem
globalen Abschwung «wirtschaftpolitisch nichts entgegengesetzt», sagt
Mayer. «Im Prinzip» brauche Euroland auch ein Konjunkturprogramm wie
Amerika. Allerdings fehle es an Mechanismen um ein effizientes
Konjunkturprogramm rasch aufzulegen.

(rheinmain)


 


 

Europäischen Zentralbank
EZB
Thomas Mayer; Inflationsrate

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