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Marktkommentar Aktien - Helaba

Europäische Aktienbörsen geben erneut nach

Die US-Börsen präsentierten sich gestern mit einem gemischten Bild. Die Gewinnwarnung des Einzelhändlers Wal Mart (-7,5 %) wirkte sich zunächst belastend auf die Blue Chips aus. Ange-sichts der insgesamt schwachen Same-Store-Sales machten sich Sorgen breit, dass den US-Konsumenten mehr und mehr die Kauflaune verloren gehen könnte

Insbesondere auch deshalb, da noch weitere Einzelhändler, wie z.B. Abercrombie & Fitch eine Gewinnwarnung herausgaben.

Für einen Lichtblick sorgten Sears Holdings. Der Konzern legte überraschend gute Zahlen vor, was mit einem Aktienkurssprung von 23 % honoriert wurde. Heute stehen die US-Arbeitsmarkt-daten für den Monat Dezember, welche mit Spannung erwartet werden, zur Veröf-fentlichung an. Mittlerweile muss ein kräftiger Stellenabbau einkalkuliert werden. Nicht zuletzt, nachdem der ADP-Arbeitsmarkt-bericht überraschend negativ ausgefallen war.

Angesichts der recht negativen „Indikation“ kann ein Unterschreiten der Konsens-schätzungen (- 510.000 Stellen) nicht ausge-schlossen werden. Auch wenn die gestern veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosen-hilfe deutlich geringer als erwartet ausgefallen sind. Nachdem der S&P 500-Index (siehe Grafik) zunächst an der wichtigen Widerstandsmarke von 940 Zählern (hier findet sich ein Fibonacci-Retracement und gleichzeitig ein sog. Gann-Angel wodurch ein Cluster gebildet wird) gescheitert ist, scheint sich nun zunächst eine Seitwärtsphase mit einer unteren Begrenzung bei 864 Zählern auszubilden. Kurzfristig positiv würde das technische Bild des Index erst mit einem nachhaltigen Ausbruch über den oben beschriebenen Cluster.

Die Tageshöchststände erreichte der Dax gestern bereits kurz nach Markteröffnung. In der Folge kannte der Leitindex fast nur noch eine Richtung – nach unten. Zum Xetraschluss betrug der Ab-schlag 1,2 % auf 4.879 Zähler. Die Leitzinssenkung durch die Bank auf England, auf ein histo-risch niedriges Niveau von nun 1,5 % hatte kaum einen Markteinfluss. Gesprächsthema Nr. 1 war jedoch das Milliardenloch (Medien hatten darüber berichtet) bei der Commerzbank. Dies macht eine weitere Staatshilfe für das Institut erforderlich. Vom Sonderfonds Finanzmarkt-stabilisierung (SoFFin) erhält die Bank eine Finanzspritze in Höhe von rund 10 Mrd. €.

Damit belaufen sich die Staatshilfen auf insgesamt 18,2 Mrd. €. Nach der Transaktion ist der Bund mit 25 % plus eine Aktie an dem Finanzhaus beteiligt. Auf Xetra verlor das Papier 13,79 % der Commerzbank und führte damit die Verliererliste an. Deutlich ging es auch für Infineon (-10,50 %), Deutsche Postbank (-8,80 %) und Metro (-5,85 %) nach unten. Linde gewann als bester Daxwert 2,99 % hinzu. Angesichts moderater Vorgaben wird der Dax heute leicht verbessert in den Handel starten. Das kurzfristige Chart-bild des Dax hat sich gestern leicht verbessert. Die Supportzone bei 4.855 Punkten konnte auf Vortag-Schlusskursbasis verteidigt werden. Damit werden die Chancen größter, dass es zu einem Retest des Gann-Angels bei 4.995 Punkten kommen wird.

Quelle: Helaba

(Redaktion)


 


 

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