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Rechtsstreit

Merck muss Millionen Dollar für frühere Ex-Tochter Dey zahlen

(bo/dapd-hes). Der Verkauf seines Generikageschäfts im Jahr 2007 holt den Darmstädter Pharmakonzern Merck wieder ein.

Für die Beilegung eines Rechtsstreits der ehemaligen Tochter Dey mit dem US-Justizministerium über erhöhte Medikamentenpreise muss der DAX-Konzern nun eine Millionensumme zahlen und zudem Sondermaßnahmen in der Bilanz für 2010 buchen, da die gebildeten Rückstellungen nicht ausreichen. Die Forderungen belaufen sich nach Angaben von MErck auf 280 Millionen Dollar.

Merck hatte Dey damals an das US-Unternehmen Mylan verkauft. Mylan hatte am Montag mitgeteilt, dass der deutsche Konzern für alle künftigen Rechtsstreitigkeiten von Dey im Zusammenhang mit Rückerstattungen bei der staatlich finanzierten Krankenversicherung Medicare und dem Gesundheitsprogramm Medicaid verantwortlich sei. Dies sei Teil der Übernahmevereinbarung zwischen Merck und Mylan im Jahr 2007 gewesen, fügte ein Mylan-Sprecher hinzu.

Im Geschäftsbericht 2009 von Merck hieß es, dass sich die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zum Bilanzstichtag auf insgesamt 519,2 Millionen Euro belaufen. Ein Teil davon trägt für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit der früheren Generics-Tochter Dey Rechnung, bestimmte Preisinformationen falsch berichtet zu haben.

An der Börse wurde die Millionenzahlung in einer ersten Reaktion gelassen aufgenommen. Keine nachhaltige Belastung für Merck erwarten Händler aus der Strafzahlung wegen Dey. "Das Unternehmen hat Rückstellungen gebildet, und operativ hat die Zahlung keine Auswirkung", sagte ein Händler. Ein anderer Händler sagte, es handele sich um eine Einmalaufwendung, die schnell eingepreist werden sollte. Möglicherweise werde der Kurs um rund 2,0 Prozent sinken, sollte sich danach aber schnell stabilisieren.

(dapd )


 


 

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