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Existenzgründung

Selbstständigkeit – Wege der Finanzierung

Der Weg in die Selbstständigkeit ist in Deutschland nicht eben einfach.

Deswegen liegt der Anteil der Selbstständigen an den Erwerbstätigen bei und 10,5 Prozent, wie der Artikel „Selbständigkeit in Zahlen“ unter http://www.wirtschaftundschule.de/aktuelle-themen/unternehmen-markt/selbststaendigkeit/selbststaendigkeit-in-zahlen/ zeigt. In anderen europäischen Ländern ist die Zahl deutlich höher.

Warum die Selbstständigkeit in Deutschland schwer zu realisieren ist, lässt sich erklären. Zum einen sind die Deutschen weniger risikofreudig, zum anderen ist der bürokratische Aufwand nicht nur im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten, sondern auch objektiv betrachte, sehr hoch. Hinzu kommt, dass Gründer Probleme mit der Finanzierung haben. Die Zahl der Existenzgründungen hält sich deshalb seit vielen Jahren konstant. Die meisten Existenzgründer wagen den Sprung in die kleine Selbstständigkeit, werden Freiberufler oder gründen einen Ein-Mann-Betrieb. Gerade sie haben es besonders schwer, ihre Geschäftsidee finanzieren zu lassen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten lohnen sich?

Viele Existenzgründer greifen auf einen klassischen Bankkredit zurück, ohne zu wissen, dass es spezielle Förderdarlehen und Kredite gibt, die zum Teil bessere Konditionen haben. Besonders die Förderdarlehen stellen eine gute Finanzierungsmöglichkeit dar, um in die Selbstständigkeit zu starten. Interessierte erhalten in erster Linie über die Hausbank Zugriff auf Förderdarlehen, die die Anträge an die KfW Bank weiterleitet. In der Praxis heißt das, dass Gründer zuerst die Hausbank von ihrem Vorhaben überzeugen müssen. Ist die Hausbank grundsätzlich bereit, das Vorhaben zu finanzieren, öffnet sich die Tür zu den Förderdarlehen, deren administrativen Aufgaben von der Hausbank zu erledigen sind. Sie müssen das Projekt bei der Förderbank einreichen und es befürworten.

Manche Förderdarlehen sind zinsvergünstigt, andere bieten die Option der Tilgungsaussetzung oder sie verzichten auf Sicherheiten – im letzten Fall sind die Zinsen dann wieder höher, denn damit lässt sich die KfW-Bank das höhere Risiko der fehlenden Sicherheiten bezahlen. Manchmal sind an die Kredite Haftungsfreistellungen gekoppelt, die die Hausbanken vom Ausfallrisiko befreien. Das Ausfallrisiko übernimmt dann die KfW Bank oder eine Bürgschaftsbank. Unterm Strich bleibt der Darlehensnehmer immer in der Haftung und muss den Kredit zurückbezahlen.

Privatkredit statt Bankkredit

Privatkredite bieten eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung. Im Internet gibt es zahlreiche Online-Banken und Portale, die Kredite von Privat vermitteln. Selbständige und Freiberufler finden unter https://www.auxmoney.com/kredit/darlehen-kredit-fuer-selbststaendige.html ein Portal, das Kredite bis 25.000 € ohne die üblichen Hürden bei der Bank vermittelt. Ein Businessplan ist überflüssig. Außerdem gilt, dass potenzielle Kreditnehmer mit der Auszahlung innerhalb von 48 Stunden rechnen können.

 Privatkredite lohnen sich auch für Gründer, die weder einen Förderkredit noch ein klassisches Bankdarlehen erhalten haben, weil sie zum Beispiel keine angemessenen Sicherheiten vorweisen können oder eine risikoreiche Geschäftsidee verfolgen.
 Um einen Privatkredit bei auxmoney zu erhalten, müssen Antragssteller die privaten Anleger von ihrem Projekt überzeugen. Es ist zwar kein Muss, aber es steigert die Kreditchancen, möglichst viele Informationen und Details über sich und das Vorhaben preiszugeben. Diese Informationen interessieren die Kreditgeber:

  • verständliche Erläuterung des Vorhabens
  • geplante Kosten
  • zu erwartende Umsätze und Gewinn

Anhand dieser Angaben schätzen die möglichen Kreditgeber das Risiko eines Zahlungsausfalls ein und entscheiden sich für oder gegen ein Projekt.

Mikrokredite für Kleinstgründungen

Mikrokredite eignen sich für Ein-Mann-Unternehmen mit einem Finanzierungsbedarf bis 25.000 € und werden aus dem Mikrokreditfonds Deutschland gespeist, dessen Details unter http://www.mein-mikrokredit.de/ zusammengestellt sind. Akkreditierte Mikrofinanzinstitute vergeben diese Art von Krediten. Das Besondere bei dem Mikrodarlehen ist, dass die Summe in Teilstücken gewährt wird. Zum Beispiel zahlt die Bank 5.000 Euro aus, und wenn der Darlehensnehmer diese Summe erfolgreich zurückzahlt, erhält er die nächsten 5.000 Euro. Mikrokredite sind auch für Existenzgründer interessant, die außergewöhnliche Projekte verwirklichen wollen und nicht auf klassische Darlehen der Bank zurückgreifen können.

Gründerzuschuss für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus

Die Bundesagentur für Arbeit vergibt einen Gründerzuschuss. Allerdings ist dieser nicht einfach zu bekommen. Für die Beantragung benötigen Selbstständige einen Gründercoach, der die Realisierbarkeit des Projektes überprüft. Der Zuschuss wird für ein halbes Jahr gewährt und beträgt in etwa so viel, wie das Arbeitslosengeld 1 plus 300 Euro monatlich. Rechtsanspruch auf die Förderung ist nicht gegeben. Die Bundesagentur für Arbeit hat den staatlichen Zuschuss jedes Jahr weiter gesenkt. 2015 haben nur rund 30.000 Arbeitslose einen Gründungszuschuss erhalten.

Crowdfunding – Gründen mit Geld von vielen

Das Crowdfunding eignet sich für alle Existenzgründer, die unkonventionelle oder schwer finanzierbare Projekte verfolgen. Mit der richtigen Marketingstrategie können sie ihr Projekt auf verschiedenen Crowdfunding-Portalen vorstellen und mit sozialen Netzwerken verknüpfen. Besucher, die eine Idee gut finden, können Geld in das Projekt investieren. Im Gegenzug erhalten sie ihr Geld mit Zinsen zurück. Allerdings ist das Ausfallrisiko aus Sicht der Investoren hoch, so dass Crowdfunder sich oft noch mehr einfallen lassen müssen, um genug Geld zu sammeln. Sie verschicken zum Beispiel kleine Aufmerksamkeiten, laden zum Tag der offenen Tür ein oder versorgen „ihre“ Investoren regelmäßig mit Zahlen, Daten und Fakten aus dem Projekt.

Gründer müssen sich Kredite hart erarbeiten

Egal, ob Ein-Mann-Betrieb, Gewerbetreibender oder Kleinunternehmer, Finanzinstitute sind bei der Vergabe von Gründungskrediten streng und stellen hohe Anforderungen. Viele Bewerber bleiben auf der Strecke und Banken sind zurückhaltend, da Neugründungen aus ihrer Sicht mit einem hohen Ausfallrisiko verbunden sind. Um als Neuling in der Gründerszene einen Kredit zu bekommen, weisen deshalb neben dem klassischen Bankkredit seriöse und durchaus empfehlenswerte Alternativen einen gangbaren Weg.

Quelle:
Pixabay @ StartupStockPhotos (CC0 Public Domain)

(Redaktion)


 


 

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