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Finanzverhalten von Familien in Hessen

Familien erwarten maßgeschneiderte Serviceangebote von Banken

Gemeinsam mit dem Institut für Kommunikations- und Medienmanagement an der UMC (FH) untersuchte die Sparda-Bank Hessen 2008 das Finanzverhalten von Familien in Hessen. Damit legte das Kreditinstitut das vierte Jahr in Folge eine Sparda-Herbststudie vor. Neben der Finanzkompetenz ist das Bundesland Hessen die zweite identitätsprägende Dimension des Geldhauses – sie ist die Bank für die Hessen. Folgerichtig beschäftigt sich die Bank mit dem Finanzverhalten der Hessen – ihren Wichtigkeiten und ihren Besonderheiten. Die repräsentative Studie in diesem Jahr liefert nachhaltige Ergebnisse zu den Themen Spartrends, Servicebedarf und Geldentscheidungen in den Familien.

Dass „Geld nicht auf Bäumen wächst“, sondern erarbeitet und gekonnt verwaltet werden muss, ist vor allem für Familien mit Kindern unter 18 Jahren von Bedeutung. Ihr „financial management“, also ihr Umgang mit Geld und Vorsorgefragen, steht im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchung. Die Ulmer Marktforschungsgesellschaft ABS befragte im September 2008 hierzu im Auftrag der Hochschule 1.000 deutschsprachige Männer und Frauen, in deren Haushalten mindestens ein Kind unter 18 Jahren lebt. Die interviewten Personen repräsentieren einen Querschnitt der Familien in der hessischen Bevölkerung.

Rolle von Geld und Finanzen
In der Studie wird deutlich, dass Geld- und Finanzfragen von den Befragten sehr ernst genommen werden (91%). Sie bewerten ihre finanzielle Zukunft überwiegend positiv und gehen mit dem Thema zunehmend gleichberechtigt um: In rund der Hälfte der befragten Haushalte werden alle finanziellen Fragen gemeinsam besprochen. Grundsätzlich gilt diese Verteilung weitgehend unabhängig von Bildungsstatus und Einkommenssituation. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt allerdings das Alter. In Haushalten, in denen einer oder beide Partner über 60 Jahre alt sind, spielt zumeist der Mann die „erste Geige“ (67%).

Spar- und Anlageverhalten
69% der befragten Familien sparen in irgendeiner Weise, wobei erwartungsgemäß in den unteren Einkommensgruppen weniger gespart wird. Sparziele sind vor allem die eigene Vorsorge (61%), der langfristige Vermögensaufbau (26%), die Vorsorge für Angehörige (26%) und Konsumanschaffungen (20%). Das Geld dafür wird vorwiegend noch traditionell mit Sparbuch (49%) und Bausparvertrag (39%) zur Seite gelegt, gefolgt von Kapital-lebensversicherungen (27%) und Fondsprodukten (20%).

Kinder und Geld
Die meisten Kinder bekommen möglichst früh Taschengeld, damit sie lernen, mit Geld umzugehen. In 46% der hessischen Haushalte erhalten Kinder erstmals mit sechs bis sieben Jahren Taschengeld, in weiteren 43 % der Fälle zwischen acht und elf Jahren. Nur 10% der Befragten geben an, ihren Kindern bereits früher Taschengeld zu geben.
80% der befragten Eltern beginnen zudem früh mit ihren Kindern über Geldangelegenheiten und -probleme zu reden, nämlich wenn diese zwischen sechs und elf Jahre alt sind. Der Großteil der Kinder unter 18 Jahren besitzen bereits ein Spar- oder Girokonto oder sogar beides (73%). Viele Kinder bekommen ihr erstes Sparbuch bereits mit der Geburt (39%) bzw. bevor sie vier Jahre alt werden (8%). Allerdings dürfen die Kinder in der Regel erst ab dem Jugendlichenalter frei über das Geld auf ihren Konten verfügen.

Nutzung von Informationsquellen
Banken und Sparkassen sind die wichtigsten Informationsquellen für Familien. 57% der Familien informieren sich hier. Das trifft noch etwas stärker auf Frauen (58%) als auf Männer (54%) zu und ist in Familien, in denen beide Partner berufstätig sind, deutlich ausgeprägter (69%). Als weitere Informationsquellen werden das Internet und die Medien (beide jeweils 24%) sowie Gespräche mit Eltern und Verwandten (12%) oder Freunden (11%) genannt. Rund 9% geben an, sich überhaupt nicht über Geld- und Finanzthemen zu informieren.

Erwartungen an Banken und Sparkassen
Von den Banken und Sparkassen werden vor allem Kompetenz (95%), Freundlichkeit (94%) und gute Konditionen (93%) erwartet. Regionale Nähe (88%) und Persönliche Betreuung (85%) folgen in der Bedeutungsskala. Insgesamt gibt es einen Bedarf nach „financial management“ als familienorientierter Dienstleistung. Willkommen sind daher Finanzprodukte und Serviceangebote, die den Familien im hektischen Alltag Zeitersparnis und Entlastung bringen. Dazu können beispielsweise auch kind- bzw. jugendgerecht aufbereitete Informationen, Computerspiele sowie spezielle Veranstaltungen gehören. Damit unterstützen die Banken zum einen die Eltern in ihren Bemühungen, den Kindern den sinnvollen Umgang mit Geld nahe zu bringen. Zum anderen signalisieren sie ihr soziales Engagement, das von ihnen zukünftig verstärkt erwartet wird.

Diese und weitere Ergebnisse der Studie können Sie im beiliegenden Druckexemplar oder unter www.sparda-hessen.de/aktuell_presse_herbststudie.html nachlesen.

Quelle: Sparda-Bank Hessen eG

(Redaktion)


 


 

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