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Frankfurter OB Feldmann geht in Aufsichtsrat

SPD-Politiker will sich als Vertreter der Stadt gegen Fluglärm einsetzen

Mit dem neuen Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zieht demnächst ein ausgewiesener Fluglärmkritiker in den Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers Fraport ein. Ein entsprechendes Angebot der schwarz-grünen Koalition in der Stadt nahm der Sozialdemokrat am Mittwoch an. Er tritt damit die Nachfolge der bisherigen Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) als Vertreter des Frankfurter Magistrats in dem Gremium an. Feldmann hatte Roth am 1. Juli als Stadtoberhaupt abgelöst.

"Es ist die natürlichste Sache der Welt, wenn der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main als Vertreter des zweitgrößten Anteilseigners im Aufsichtsrat der Fraport vertreten ist", sagte Feldmann. Zugleich kündigte er sowohl ein Eintreten für wirtschaftlichen Erfolg des Flughafenbetreibers als auch für eine entschiedenere Bekämpfung des Fluglärms an.

Feldmann sagte, er sehe es als seine Aufgabe an, sich zum Wohl des Unternehmens einzusetzen. "Fraport ist unser wichtigstes Unternehmen und der Flughafen ein bedeutender Standortfaktor. Es bedeutet Wohlstand und Arbeitsplätze", räumte er ein und fügte hinzu: "Wir alle müssen ein Interesse daran haben, dass es dem Flughafen gut geht."

Das Wohl des Unternehmens umfasse aber viel mehr als Flugzeuge, Passagiere, Gepäck und Waren. Wichtig für die Akzeptanz des Unternehmens sei auch der Friede mit der unmittelbaren Nachbarschaft, und der sei zurzeit "schwer gestört". Feldmann versprach daher: "Ich werde alles tun, damit wir beim Thema Fluglärm gemeinsam Fortschritte erzielen." Nur wenn es gelinge, die Interessen des Flughafens und der betroffenen Bürger zusammenzubringen, könne der Flughafen weiter prosperieren.

Feldmann hat sich im Unterschied zur Landtagsfraktion seiner Partei für eine Ausweitung des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen um zwei Stunden auf die Zeit von 22.00 Uhr abends bis 06.00 Uhr morgens eingesetzt. Aus den Reihen der Koalition von CDU und Grünen im Römer waren zunächst Vorbehalte gegen seine Entsendung in den Fraport-Aufsichtsrat geäußert worden. Dass diese jetzt vom Tisch seien, nannte der neue Oberbürgermeister "ein Zeichen der guten Zusammenarbeit im Magistrat, die ich von Anfang an angestrebt habe".

(Gerhard Kneier)


 


 

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