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HIT RADIO FFH

„Meine Mutter wollte, dass ich Tennis spiele“

Am (13. Juni) war Steffi Jones (38), Präsidentin des Organisationskomitees der Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland, Fußball-Welt- und Europameisterin, zu Gast beim hessischen Privatsender.

Sie verriet, dass ihre Mutter für sie „Freundin und große Schwester“ ist, die eigentlich lieber gehabt hätte, wenn Steffi Jones Tennis statt Fußball spielt. Sie sprach über Franz Beckenbauer, der ihr unter anderem riet, „viel zu delegieren“ und vieles mehr.

Im HIT RADIO FFH-Interview sagte Steffi Jones: „Mein erstes Wort war nicht Ball, aber mit vier Jahren fing alles an. Da bin ich meinem Bruder nachgelaufen und habe bei den Jungs mit gekickt. Das war nicht einfach für ihn: Ich lief hinter ihm her, sagte, du musst auf mich aufpassen, sonst sag ich’s der Mama. Zuerst spielte ich im Tor und irgendwann habe ich wohl mal so gut agiert, dass sie sagten, komm‘, die kann auch mal raus. Ich habe auch heute noch einige Jungs, die sich zurückerinnern, die sagen: Oh, Steffi, wir wussten, dass
du es schafft, wenn eine, dann du!“ Und weiter: „Fußball war meine zweite Familie, auch ein Auffangbecken. Das ist auch das, was ich Kindern vermitteln will: dass Fußball hilft, Freundschaften zu schließen, die einen aufbauen.

Man bekommt Werte vermittelt: Respekt, Fairplay, Toleranz, dass man Integration lebt.“ Über ihre Mutter sagte Steffi Jones zu FFH: „Sie hat mir Ohrringe, Kleidchen und Lackschühchen angezogen. Sobald ich laufen konnte, habe ich ihr direkt zeigen wollen, dass ich eben Hosen tragen muss, um Fußball zu spielen und, dass sie sich dem fügen muss. Die Kleider waren so dreckig, dass sie es dann auch aufgegeben hat.“ Und: „Sie hat immer gesagt: Fußball ist ein Machosport.

Die Väter stehen draußen mit der Bierflasche und schreien ihre Kinder
an. Das war das Bild, das sie hatte. Tennis hätte ihr für mich besser gefallen. Das hat sich aber geändert. Sie war auch beeindruckt von meinem Willen.“ Steffi Jones zu FFH weiter über ihre Mutter: „Wir telefonieren fast jeden Tag. Sie spielt für mich eine ganz wichtige Rolle. Wer kann schon behaupten, dass er so eine Mama hat, die eigentlich Freundin ist, aber auch große Schwester darstellt und die eigentlich immer für einen da ist.“

Steffi Jones erzählte, dass sie auf einer Ganztagsschule, der Friedrich-Ebert-Schule im Frankfurter Stadtteil Seckbach, war: „Das war für mich super. Ich war aufgehoben bis zum Nachmittag, ich hatte eine warme Mahlzeit, konnte extra Kurse machen. Ich habe Nähen gelernt und Kochen. Ganztagsschulen sind gerade für Alleinerziehende heute sehr wichtig.“ Und die Fußballerin sprach über Franz Beckenbauer: „Er war ein großer Fußballer, ein großer OKPräsident und er ist ein Aushängeschild für uns. Er ist zu jedem nett, egal, wer gerade mal schreit ‚Franz‘. Er ist bodenständig, da gibt’s keinen Unterschied
vor oder hinter der Kamera, er verstellt sich nicht. Beckenbauer gab mir
den Rat, viel zu delegieren. Er hatte Recht, das ist wichtig, das operative Geschäft macht jemand anderes. Ich konzentriere mich auf meine Stärken als OK-Präsidentin. Er hat gesagt, dass ich mich jederzeit bei ihm melden kann.

Zweimal habe ich angerufen - zu seinem Geburtstag.“ Natürlich sprach Steffi Jones mit FFH-Moderatorin Silva Stenger auch über die Chancen der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM: „Ich traue unserer
Mannschaft sehr viel zu. Man kann nie vorhersagen, wie eine Mannschaft bei der WM spielt. Wir Frauen haben vorher immer schlecht gespielt und sind dann doch Weltmeister geworden. Es kommt drauf an, wie sich die Mannschaft zusammenschweißt, das Wir-Gefühl zählt. Wenn ich die letzten fünf Minuten vorm Spiel heute Abend (Deutschland gegen Australien, d. Red.) hätte, würde ich sagen: ‚So Jungs, das ist eine WM, jeder hat Skepsis und ihr aber wisst ganz genau, was ihr könnt und ich möchte, dass ihr jetzt rausgeht und alles gebt, Spaß habt und den Leuten zeigt, dass wir Weltmeister werden.‘ Ich bin voller Optimismus, ich weiß, was möglich ist! Das sagt mir mein Herz und mein Bauchgefühl.“

Und bei FFH sprach Steffi Jones über Kinder: „Ich habe Kinder wahnsinnig gern. Ich arbeite mit ihnen gerne in Schulen und Kindergärten zusammen, mir geht immer wieder das Herz auf. Ich würde gerne Kinder adoptieren, die brauchen sehr viel Liebe und Zuneigung. Dafür brauche ich Zeit, da kann ich mir nicht erlauben, ständig unterwegs sein. Das werde ich noch schaffen...“.

„Silvia am Sonntag – der Talk“: Sonntags spricht FFH-Moderatorin Silvia
Stenger zwischen 9 und 12 Uhr mit Promis. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel, TV-Koch Johann Lafer, „Super-Nanny“ Katharina Saalfrank, DJ Bobo und viele weitere Stars standen und stehen auf der FFH-Gästeliste. Alle Infos zu „Silvia am Sonntag“ auch auf www.FFH.de.

(Dominik Kuhn)


 


 

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