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Hessische Finanzministerium

Finanzministerium kritisiert Verzicht auf Terminalgebühr in Hahn

(bo/ddp-hes). Das hessische Finanzministerium hat den Verzicht auf eine Terminalgebühr am Flughafen Hahn scharf kritisiert. Die Flughafengebühren seien notwendig, um den Flughafen im Hunsrück dauerhaft in schwarze Zahlen zu bringen, sagte Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) am Dienstag in Wiesbaden. Die Absicht der rheinland-pfälzischen Landesregierung, den Flughafen zukünftig in Eigenregie führen zu wollen, habe das Land Hessen «zur Kenntnis genommen».

Der Verzicht auf die notwendige Terminalgebühr sei nur durch Druck des Hauptnutzers Ryanair erfolgt. Hessen könne eine «regionale Strukturpolitik» in Rheinland-Pfalz allerdings nicht mitfinanzieren und müsse dann aus der Gesellschaft ausscheiden. Dann müsse allerdings eine Einigung über bisher geleistete finanzielle Mittel des Landes Hessen erreicht werden. Bisher habe Hessen 16 Millionen Euro in den Flughafen Hahn investiert. Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz halten als Gesellschafter jeweils 17,5 Prozent der Flughafenanteile und die Fraport AG 65 Prozent.

Fraport hatte als Hauptgesellschafter des Flughafens im Dezember eine Passagiergebühr in Höhe von drei Euro pro Ticket angekündigt. Daraufhin drohte Ryanair, «eine Vielzahl» der 50 Flugverbindungen am Flughafen Hahn einzustellen. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hatte dann am Montag mitgeteilt, die Terminalgebühr werde mit Blick auf drohende Arbeitsplatzverluste nicht eingeführt.

(Redaktion)


 


 

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