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Börse, 14. Januar

Finanztitel ziehen Aktienmarkt tief in die Verlustzone

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch nach einem festeren Handelsauftakt regelrecht eingebrochen. Der Leitindex DAX fiel 4,6 Prozent auf 4422 Punkte. Zwischenzeitlich hatte er bereits rund 5,3 Prozent verloren. Der MDAX sackte um 4,3 Prozent auf 5123 Zähler ab und der TecDAX sank um 4,9 Prozent auf 456 Zähler. Beobachter machen dafür vor allem die Deutsche Bank verantwortlich, die in ersten Eckdaten einen milliardenschweren Verlust für das abgelaufene Jahr in Aussicht stellte. Das brachte vor allem Finanztitel unter Druck.

Der Aktienmarkt in New York litt in den ersten Handelsminuten ebenfalls unter der Schwäche der Finanztitel. Neben den Zahlen der Deutschen Bank lastete auch die Ankündigung der Citigroup, ihre Geschäftsergebnisse früher zu veröffentlichen, auf dem Parkett. Der Dow-Jones-Index fiel bis 17.45 Uhr um 3,1 Prozent auf 8187 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Composite gab um 3,2 Prozent auf 1497 Zähler nach.

Der Euro verlor im Tagesverlauf gegenüber der US-amerikanischen Währung weiter und wurde am Abend bei 1,3165 Dollar gehandelt. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank ( EZB ) einen Referenzkurs von 1,3173 Dollar festgelegt. Ausgelöst wurde die Schwäche durch Gerüchte, dass Irland bei einer anhaltenden Wirtschaftsschwäche den IWF um Hilfe bitten könnte, hieß es von Beobachtern. Am Mittag stufte die Rating -Agentur Standard & Poor's das Kredit-Rating von Griechenland herab. Grundsätzlich seien die Blicke aber bereits auf die EZB-Ratssitzung am Donnerstag gerichtet. Dann wird eine weitere deutliche Zinssenkung um 50 Basispunkte auf 2,0 Prozent erwartet.

Stärkster Verlierer im DAX waren die Deutsche Postbank. Die Papiere brachen um 17,4 Prozent auf 11,85 Euro ein. Siemens fiel um 12,0 Prozent auf 42,31 Euro. Der Konzern hatte zuvor erklärt, wegen der Wirtschaftskrise pessimistisch in die Zukunft zu blicken. Commerzbank verloren 10,7 Prozent auf 3,86 Euro. Deutsche Bank büßten 9,0 Prozent auf 22,09 Euro ein. Das größte deutsche Geldhaus hatte zuvor mitgeteilt, dass im Zuge der Postbank-Übernahme die Post zum neuen Groß aktionär aufsteige. Volkswagen mussten auf der anderen Seite mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 239,01 Euro die geringsten Verluste hinnehmen. Beiersdorf gaben 0,7 Prozent auf 40,03 Euro nach.

In der zweiten Reihe führten HeidelbergCement die Verlierer mit einem Minus von 15,1 Prozent auf 28,30 Euro an. Gagfah gaben 13,3 Prozent auf 3,25 Euro ab. IVG Immobilien und Rheinmetall sackten ebenfalls zweistellig ab. Auf der anderen Seite waren vor allem Deutsche Euroshop gesucht, die sich um 1,3 Prozent auf 22,03 Euro verteuerten. Auch Fresenius und HannoverRück legten zu.

Im TecDAX gaben Software AG 9,3 Prozent auf 36,59 Euro nach. Kontron fielen um 8,7 Prozent auf 5,66 Euro. Die geringsten Verluste verbuchten am anderen Ende Qiagen mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 12,37 Euro. Zusammen mit Singulus waren dies die einzigen Werte, die am Mittwoch weniger als zwei Prozent verloren.

(Redaktion)


 


 

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