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  • 06.06.2014, 11:35 Uhr
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Finanzwirtschaft

Kurzfristige Geldanlage: Das Tagesgeldkonto

Geldanlagen sind ein notwendiger Bestandteil in der Finanzwirtschaft. Jeder Mensch hat ein Konto und dazu eine Anlagemöglichkeit, von der er sich eine gute Rendite und damit eine Vermehrung seines Geldes erhofft. Es gibt verschiedene Konzepte; Aktien, Tagesgeldkonten, Sparbücher oder die Finanzierung in Edelmetallen. Mit letzterem erhält der Anleger zwar keine Zinsen, durch Wertsteigerung allerdings einen höheren Verkaufspreis als er selbst dafür bezahlt hat.

Welches Modell einem die beste Rendite bringt, ist aber nicht pauschal zu sagen - es kommt auf die Prioritäten des einzelnen an. Einige können ihr Geld über Jahre parken und es für sich arbeiten lassen, andere brauchen schnellen Zugriff darauf, falls etwas Unvorhersehbares, wie eine kaputte Waschmaschine, auftritt. Ein Renditevergleich, auf Bankenblatt.de wird dieser sehr gut dargestellt, ist daher nicht das einzige Kriterium beim Anlegen, sondern auch die Laufzeit und Flexibilität des Anlagemodells. Das Tagesgeldkonto rückt daher immer weiter in den Fokus der Anleger - die Flexibilität ist hier gegeben und die erhaltenen Zinsen sind, für ein so kurzfristiges Modell, nicht zu verachten.

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Der größte Vorteil dieses Kontos liegt in seiner Gebührenfreiheit. Es fallen keine Kosten an, sodass jeder dieses Konzept mit einem beliebigen Anlagebetrag ausprobieren kann. Allerdings kann dieses Modell meist nicht als Währungskonto genutzt werden; für diesen Fall ist ein Referenzkonto nötig. Dieses ist mit dem Tagesgeld gekoppelt, die Geldbeträge können dann beliebig und kostenlos hin- und hergeschoben werden. Der Anleger hat außerdem keine Kündigungsfrist oder nur einen begrenzten Betrag, den er auf einmal abheben darf, wie dies beispielsweise beim Sparbuch der Fall ist. Außerdem wird bei diesem Modell eine zeitnahe Saldierung vorgenommen. Deutsche Banken gleichen das Konto täglich aus. Es gibt neben diesen Vorteilen allerdings auch Nachteile bei dem Tagesgeldkonto; einer wurde bereits erwähnt: Die Möglichkeit, es als Währungskonto zu benutzen, ist meist nicht gegeben. Außerdem sind die Zinsen nicht gesichert, sie können also jeden Tag sinken. Der Anleger weiß daher nicht definitiv, welche Rendite er am Ende erhält.

Vorteile Nachteile
GebührenfreiKein Währungskonto
Keine KündigungsfristKeinen gesicherten Zinssatz
Taggleiche Saldierung
Vollen Zugriff auf das angelegte Geld, auch kurzfristig

Worauf bei Tagesgeldkonten zu achten ist

Bevor sich Anleger für ein Modell entscheiden, sollten sie Vergleiche von verschiedenen Geldinstituten einholen. Neben den Zinssätzen unterscheiden sie sich auch im Mindestanlagebetrag oder in der für den Kunden wichtigen Einlagensicherung . Außerdem muss dieses Konto nicht bei der Hausbank eröffnet werden. Es ist möglich, es bei einem anderen Institut mit einem besseren Zinssatz zu eröffnen. Vor allem Neukunden bekommen oft über einige Monate einen garantierten Zins , durch den es sich lohnt, für dieses Anlagemodell die Bank zu wechseln.

  • Ausreichende Einlagensicherung: In der EU gibt es die Auflage, eine Mindest-Einlagensicherung von 100.000 Euro zu gewährleisten. Kunden sollten sich die Geschäfte der Bank vor allem in vergangenen Krisenzeiten anschauen, um herauszufinden, ob die gewünschte dies auch wirklich garantieren kann.
  • Lockzinsen für Kleinstbeträge: Es gibt Banken, die bieten einen sehr guten Zins für kleinere Beträge an. Dies sind aber meist nur Lockangebote; am besten ist es, wenn der Zins bis zu einem Betrag von 20.000 Euro gilt und außerdem zumindest für Neukunden für drei Monate garantiert ist.
  • Keine Nebenkosten: Ein Tagesgoldkonto kostet keine Gebühren; der Anleger muss daher weder für die Kontoeröffnung noch die Kontoführung zahlen. Nur für das optionale Zusenden der Kontoauszüge ist eventuell das Porto zu entrichten.
  • Keine unechten Zinstreppen: Eine Zinstreppe bedeutet, dass der hohe Zins, mit dem geworben wird, nicht für den gesamten Betrag, sondern nur für Anteile davon gilt. Kunden müssen in diesem Fall aufpassen, damit sie nicht weniger Zinsen erhalten, als sie eigentlich bekommen wollten.

Mit kurzfristigen Geldanlagen immer Zugriff auf das Ersparte haben

Wer nicht auf sein Geld dauerhaft verzichten kann, da es die einzigen Rücklagen sind, ist mit kurzfristigen Anlagen gut beraten. Bei unvorhergesehen Ereignissen - die kaputte Waschmaschine oder das defekte Auto - kann so flexibel reagiert und das angelegte Geld genutzt werden. Aber auch, wenn generell mehr Anlagen zur Verfügung stehen, ist es lohnenswert, einen Teil davon als Tagesgeld anzulegen, um von den Zinssätzen zu profitieren und seine Finanzen kurzfristig aufzubessern. Die Anleger sollten sich im Vorfeld nur ausreichend informieren, damit sie ein gutes Angebot erhalten - dies ist aber schließlich bei jeder Geldanlage der Fall, das Tagesgeldkonto ist hierbei keine Ausnahme.

Quellen:
http://www.test.de/Tagesgeld-Die-besten-Zinsen-4196794-0/
http://www.tagesgeldvergleich.com/vorteile-nachteile.html

(Redaktion)


 


 

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