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Ufo droht mit Streik

Flugbegleiter-Gewerkschaft kündigt Warnstreiks bei der Lufthansa an

(bo/ddp.djn). Auf die Lufthansa kommt zu Jahresbeginn womöglich ein Arbeitskampf zu. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter-Organisation (Ufo) droht mitten in den Winterferien mit Warnstreiks, falls die Fluggesellschaft nicht auf ihre Forderung von 15 Prozent mehr Lohn und Gehalt einlenkt. «Ein Streik muss weh tun. Dass er unschuldige Touristen trifft, ist bedauerlicherweise nicht zu vermeiden», sagte Ufo-Vorstand Markus Konstantin Beyer der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Freitagausgabe).

Am 3. Dezember steht zwar zunächst die erste Tarifrunde an.
Allerdings rechnet Ufo nicht mit einem Entgegenkommen der Lufthansa,
die 4,2 Prozent mehr Lohn anbietet. Kommt es nicht zu einer
Annäherung, ist mit massiven Behinderungen während der Urlaubszeit zu
rechnen. «Seit unserer Gründung vor 15 Jahren zahlen unsere
Mitglieder in die Gewerkschaft. Und wir haben noch nie gestreikt.
Unsere Streikkasse ist so voll, dass wir damit einen Arbeitskampf
über mehrere Monate durchhalten können», sagte Beyer.

Klaus Laepple, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen
Tourismuswirtschaft, schätzt, dass Streiks die Lufthansa täglich bis
zu fünf Millionen Euro kosten könnten. Sollte sich Ufo mit ihrer
Forderung ansatzweise durchsetzen, käme laut Laepple eine jährliche
Mehrbelastung von rund 60 Millionen Euro auf die Lufthansa zu. Die
Lufthansa wollte sich in der Zeitung zur anstehenden Tarifrunde nicht
äußern.

(Redaktion)


 


 

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