11.04.2012  15:05 Uhr

Gesundheit
Wie geht es Frankfurt?

Rhein-Main. Das Amt für Gesundheit befragt 2400 Bürger zu ihrer Gesundheit – Neue Themen: Lärm, Masern und Pflege

Parallel zu der bundesweiten Gesundheitsbefragung „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) hat das Amt für Gesundheit jetzt eine Zusatzuntersuchung in Frankfurt beauftragt. „Dadurch können wir repräsentative Aussagen zur gesundheitlichen Lage der Frankfurter Bevölkerung im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung in Deutschland erhalten“, erläutert Ursel Heudorf, stellvertretende Leiterin und zuständig für die Gesundheitsberichterstattung des Amtes.

Seit Ende März befragen Beauftragte des Robert Koch-Instituts Menschen aus der gesamten Bundesrepublik telefonisch zu ihrer selbst eingeschätzten Gesundheit, zu chronischen Krankheiten, Unfällen und Verletzungen, zu seelischer Gesundheit und zu Impfungen. Auch zu ihrem gesundheitsrelevantem Verhalten wie zum Beispiel körperlicher Aktivität, Ernährung, Alkoholkonsum und Rauchen, zu gesundheitsbezogenen Unterstützungen und Belastungen oder zur Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems sollen die Befragten Auskunft geben.

Die Frankfurter Stichprobe wurde auf 2400 Personen erhöht, so dass aussagekräftige Erkenntnisse zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung der Stadt gewonnen werden können. René Gottschalk, Leiter des Amtes für Gesundheit, bittet die Bevölkerung, an der Befragung unbedingt teilzunehmen und versichert: „Die Befragung wird unter strenger Beachtung des Datenschutzgesetzes durchgeführt, die Telefonnummern werden nach der Befragung gelöscht und die Daten werden vollständig anonym ausgewertet“.

Das Robert Koch-Institut führt diese telefonische Befragung regelmäßig durch, um für die Bundesrepublik wertvolle Aussagen zu Trends in der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung treffen zu können. Da die Telefonbefragung in Frankfurt mit denselben Fragen vorgenommen wird, die auch bundesweit gestellt werden, können die in Frankfurt erhaltenen Gesundheitsdaten mit den Ergebnissen aus Deutschland insgesamt verglichen werden.

Für Frankfurt wurde dieses sogenannte Kernmodul aber um drei Themen ergänzt: Lärmbelästigung, Pflege von Angehörigen sowie Masern und Masernimpfung. „Dies sind Themen, die gerade für die Frankfurter Bevölkerung von großer Bedeutung sind. Wir möchten mehr über die Lärmbelastung für die Bevölkerung in der Stadt wissen. Dabei geht es nicht nur um Fluglärm, sondern auch um Verkehrslärm allgemein und Baulärm“, sagt Gottschalk.

Gerade in einem Ballungszentrum mit vielen Ein-Personen-Haushalten ist auch die Pflegesituation für Angehörige oft erschwert. Die Stadt ist gefragt, sinnvolle Unterstützungsangebote zu etablieren und zu fördern. Nicht zuletzt kam es in Frankfurt im vergangenen Jahr auch zu einem Masernausbruch, der Anstrengungen zur Verbesserung des Impfschutzes zur Folge hatte. „Die Ergebnisse werden nicht in der Schublade verschwinden, sondern als Daten für Taten genutzt werden“, sicherte Gottschalk zu. „Wir erwarten uns wertvolle Hinweise für unsere Arbeit für die Gesundheit der Bevölkerung in der Stadt.“

Das Amt für Gesundheit wird die anonymisiert ausgewerteten Ergebnisse der Öffentlichkeit und der Politik in einem Gesundheitsbericht zur Verfügung stellen. „Dieser Bericht über die Gesundheit der erwachsenen Bevölkerung in Frankfurt ergänzt dann unsere Berichte zur Gesundheit von Kindern in Frankfurt sowie weitere Berichte zu Spezialthemen wie Infektionserkrankungen oder Infektionsprävention und Hygiene, die alle vom Gesundheitsamt per E-Mail an info.stadtgesundheitsamt@stadt-frankfurt.de angefordert werden können oder von der Homepage des Amtes, www.frankfurt.de, Suche Gesundheit Publikationen, heruntergeladen werden können“, so Ursel Heudorf.

Weitere Informationen zu der GEDA-Untersuchung unter: http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Geda/Geda_node.html


 

(Presseamt Stadt Frankfurt am M)

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Bild Nr. 1 © pixelio.de Jetti Kuhlemann



 


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