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Börse, 7. Juni

Aktienmarkt startet schwach - Anhaltende Euro-Schwäche belastet

(bo/ddp.djn). Belastet von der Euroschwäche, ist der deutsche Aktienmarkt am Montag schwach gestartet. Der Leitindex DAX verlor in den ersten Handelsminuten gut ein Prozent auf 5881 Punkte. Der MDAX gab 1,3 Prozent auf 7839 Zähler nach, und der TecDAX ermäßigte sich um 1,7 Prozent auf 734 Punkte.

Händler verwiesen zur Begründung für den erneuten Kursrutsch auf
den weiter nachgebenden Euro, der am frühen Morgen bis auf 1,1875
Dollar fiel, dem niedrigsten Stand seit dem 13. Februar 2006. Auch
die Vorgaben aus Asien seien schwach. So schloss der japanische
Nikkei-Index 3,8 Prozent schwächer. Impulse könnten indes von den
deutschen April-Auftragseingängen am Mittag ausgehen.

Dem US-Aktienmarkt hatten Konjunkturängste am Freitag heftige
Verluste beschert. Neben dem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht der
US-Regierung lastete auch die Angst vor einer Ausbreitung der
europäischen Schuldenkrise auf dem Markt, wie Händler sagten. Der
Dow-Jones-Index fiel um 3,2 Prozent auf 9932 Punkte. Der Nasdaq
Composite büßte 3,6 Prozent ein und steht nun bei 2219 Punkten.

Der Euro wurde gegen 9.15 Uhr zu 1,1944 Dollar gehandelt.
Devisenanalysten begründen die anhaltende Schwäche der
Gemeinschaftswährung mit den Sorgen um die Staatsfinanzen im
Euroraum. «Angst essen Euro auf», sagte Ralf Umlauf von der
Landesbank Hessen-Thüringen. Für eine dramatisch gestiegene
Risikoaversion der Investoren, die auch im Zusammenhang mit den
jüngsten Aussagen der ungarischen Regierung zum Haushaltsdefizit
steht, spricht zudem der deutliche Preisrückgang der Rohstoffe in
Asien zu Wochenbeginn. Die Europäische Zentralbank hatte am Freitag
einen Referenzkurs von 1,2060 Dollar festgestellt.

Im DAX wurden die Verlierer am Morgen von ThyssenKrupp angeführt,
deren Papiere sich um 3,2 Prozent auf 20,72 Euro verbilligten.
Infineon-Aktien verloren 3,1 Prozent und liegen nun bei 4,42 Euro,
während sich Commerzbank-Papiere um 2,5 Prozent auf 5,42 Euro
verbilligten. Gegen den Trend behauptete sich einzig adidas: Die
Aktie profitiert Händlern zufolge von einer Kaufempfehlung und stieg
um 1,2 Prozent auf 41,39 Euro.

Im MDAX sank der Kurs von ProSiebenSat.1 um 4,2 Prozent auf 11,64
Euro. Klöckner & Co., Continental und Elringklinger gaben jeweils
mehr als drei Prozent nach. Gegen den Trend stemmten sich lediglich 2
der 50 Werte aus der zweiten Reihe: Die Papiere der Deutschen
Euroshop stiegen um 0,3 Prozent auf 23,06 Euro, und die Fraport-Aktie
legte um 0,1 Prozent auf 34,95 Euro zu.

Im TecDAX rutschte Singulus 5,2 Prozent ins Minus, der Kurs steht
nun bei 5,24 Euro. Aixtron-Aktien verbilligten sich um 4,0 Prozent
auf 20,15 Euro und die Papiere von Dialog Semiconductor um 3,7
Prozent auf 8,25 Euro. Einzige Aktie im Plus war BB Biotech. Die
Papiere verteuerten sich um 0,2 Prozent auf 42,71 Euro.

Foto: www.pixelio.de

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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