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Börse, 10. Juni

Deutscher Aktienmarkt startet schwächer

(bo/ddp.djn). Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex DAX gab in den ersten Handelsminuten 0,4 Prozent auf 5960 Punkte nach, der MDAX verlor 0,3 Prozent auf 7954 Zähler, und der TecDAX büßte 0,2 Prozent auf 738 Punkte ein.

Händler sagten, der starken Korrektur der Aktien im späten US-Handel am Mittwoch stünden am Donnerstagmorgen Kursgewinne des Euro gegenüber.

Im Fokus steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank
(EZB). Es wird erwartet, dass die EZB den Leitzinssatz von 1,00
Prozent nicht ändert. Aussagen zur Staatsverschuldung und zum Ankauf
von Staatsanleihen könnten aber die Währungen und damit auch die
Aktien bewegen.

An der New Yorker Wall Street hatte die Forderung von
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem baldigen Ausstieg aus den konjunkturellen Stützungsmaßnahmen am Mittwoch eine kleine Rallye beendet und für leichtere Schlusskurse gesorgt. Der Dow-Jones-Index drehte im späten Geschäft ins Minus und verlor letztlich 0,4 Prozent auf 9899 Punkte, nachdem er zuvor deutlich über die Marke von 10 000 Punkten geklettert war. Der Nasdaq Composite Index fiel um 0,5 Prozent auf 2159 Zähler.

Zum Euro hatte Merkel in einer Rede in Berlin gesagt, mit dem
Rettungsschirm sei nur Zeit erkauft worden. Insbesondere diese
Aussage sei am Markt nicht gut angekommen, hieß es im New Yorker
Handel, untermauere sie doch die Probleme in Europa.

Der Euro wurde am Morgen zu 1,2040 Dollar gehandelt, und damit
etwas leichter als am Mittwochabend. Die EZB hatte am
Mittwochnachmittag einen Referenzkurs von 1,2010 Dollar festgestellt.
Der Euro finde vor der EZB-Sitzung keine klare Richtung, hieß es im
Handel.

Im DAX standen vor allem Finanztitel unter Druck. Deutsche Bank
verloren 2,6 Prozent auf 45,95 Euro, und Commerzbank gaben 1,3
Prozent auf 5,48 Euro nach. Dazwischen lagen Infineon mit Einbußen
von 1,7 Prozent auf 4,49 Euro. Gegen den Trend legten Linde 0,6
Prozent auf 87,05 Euro zu. Fresenius und Merck gewannen jeweils 0,3
Prozent auf 53,44 beziehungsweise 59,88 Euro.

In der zweiten Reihe wurden die Verlierer angeführt von
Heidelberger Druckmaschinen, die sich um 2,0 Prozent auf 7,88 Euro
verbilligten. EADS verloren nach den hohen Gewinnen des Vortages 1,9
Prozent auf 16,98 Euro. Aareal Bank gaben knapp zwei Prozent nach.
Dagegen stiegen ProSiebenSat.1 um knapp ein Prozent auf 11,70 Euro.
Stada legten weitere 0,4 Prozent auf 29,80 Euro zu.

Im TecDAX büßten Kontron 2,5 Prozent auf 7,14 Euro an und standen
damit an der Spitze der Verlierer. Erneut unter Druck standen
Wirecard, die 2,1 Prozent auf 7,89 Euro verloren. Am anderen Ende des
Indexes stiegen Morphosys um 2,5 Prozent auf 14,13 Euro. Jenoptik
gewannen knapp zwei Prozent auf 3,94 Euro.

Foto: www.pixelio.de

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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