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Büromarkt in Frankfurt

Solider Jahresauftakt auf dem Frankfurter Büromarkt

Mit einem Vermietungsvolumen von 92.000 m² ist der Frankfurter Büroflächenmarkt (inklusive Eschborn und Kaiserlei) im ersten Quartal solide ins neue Jahr gestartet. Der Flächenumsatz ist um rund 64 % gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal gestiegen und liegt gut 7 % über dem Zehnjahresdurchschnitt der ersten Quartale (Durchschnitt: 85.900 m²).

Nach Cushman & Wakefield (C&W), internationales Immobilienberatungshaus, wurde in den vergangenen zehn Jahren das nun vermeldete Quartalsergebnis viermal übertroffen. Die Besonderheit 2011 ist, dass es keiner Großtransaktionen jenseits der 20.000-m²-Marke bedurfte, um diesen Flächenumsatz zu erreichen. Anders die Situation in den Jahren 2009, 2008 und 2005, als einzelne großvolumige Transaktionen wie die der Deutschen Bahn (72.000 m²), der Deutschen Börse (20.000 m²) und von KIA Motors (20.000 m²) das jeweilige Ergebnis positiv verzerrten. Den größten Mietvertrag schloss die DB Schenker AG mit einer Mietfläche von 11.800 m² im ersten Quartal 2011 ab.

„Das ist ein guter Start für den Frankfurter Büroflächenmarkt, der im Moment Stabilität und eine solide Basis kennzeichnet“, so Dennis Stern, Leiter der Frankfurter Bürovermietungsabteilung von C&W. „Das Brot-und-Butter-Geschäft ist zurück. Vor allem im wichtigen mittleren Flächensegment hat sich der Markt belebt. In der Größenkategorie zwischen 3.000 m² und 5.000 m² wurden vier Verträge über insgesamt 15.900 m² geschlossen. Im Vergleich: Im ersten Quartal 2010 waren es zwei Abschlüsse und im Gesamtjahr 2010 nur neun.“ Weiterhin lebhaft ist die Anmietungstätigkeit im Segment zwischen 1.000 m² und 3.000 m² wie traditionell auch im kleinflächigen Segment unter 1.000 m².

Die Leerstandsrate ist im dritten Quartal in Folge stabil bei 14,7 %. Bei einem Büroflächenbestand von aktuell 11,99 Mio. m² sind rund 1,77 Mio. m² kurzfristig verfügbar. Im ersten Quartal wurden rund 66.900 m² fertig gestellt. Inklusive der neuen EZB -Zentrale und der Sanierung des Silver Towers befinden sich 302.100 m² im Bau.

Spitzenmiete stabil

Die Spitzenmiete ist zum Jahresanfang 2011 stabil und liegt weiterhin bei EUR 34,00 pro m²/Monat. Die Mietpreisentwicklung ist insgesamt von großer Konstanz geprägt: auch in den peripheren Lagen ist das Mietniveau gleichermaßen stabil wie der Umfang der gewährten Incentive-Pakete.

Internationale Unternehmen ziehen Frankfurt wieder in Betracht

„Obwohl sich das internationale Umfeld in den vergangenen Wochen deutlich verändert hat und wir mit Besorgnis auf Japan, Libyen und den nahen Osten schauen, gehen wir davon aus, dass sich der Frankfurter Büromarkt auf gleichem, wenn nicht gar leicht höherem Niveau als 2010 bewegen wird“, meint Inga Schwarz, Leiterin der Research -Abteilung von C&W in Deutschland. „Dass sich der Markt auf einem guten Weg befindet, spiegelt sich nicht nur in der regen Anmietungstätigkeit im kleineren und mittleren Flächensegment wider, sondern vielmehr setzen sich wieder erste internationale Firmen mit dem Standort Frankfurt auseinander. Sie ziehen in Betracht, hier eine Niederlassung zu eröffnen. Auch die Entscheider in Frankfurt stehen in den Startlöchern. Immer mehr Unternehmer spielen wieder mit dem Gedanken, durch einen Umzug Flächen- und auch Lagequalität der eigenen Büroräume zu verbessern. Dies sind Faktoren die uns zuversichtlich für das weitere Jahr stimmen.“

(Cushman & Wakefield LLP)


 


 

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