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Terrorgefahr

Bundespolizei verstärkt Kontrollen am Frankfurter Flughafen

(bo/dapd-hes). Zum Schutz vor einem möglichen Terroranschlag hat die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen seit Mittwochmittag ihre Kontrollen in den Terminals verstärkt.

Die Beamten seien ab jetzt zudem mit Schussweste und Maschinenpistole ausgestattet, sagte der Präsident der Bundespolizei an Deutschlands größtem Flughafen, Wolfgang Wurm. Neben den uniformierten Beamten sei auch mehr ziviles Fahndungspersonal im Einsatz. An den Bahnhöfen wurden ebenfalls die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Dazu wurde personelle Verstärkung aus Rheinland-Pfalz angefordert. Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) rief zur Vorsicht auf, warnte aber vor Hysterie.

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch vor einem geplanten Terroranschlag Ende des Monats in Deutschland gewarnt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte in Berlin, die Hinweise auf Terroranschläge hätten sich "verstärkt". So gebe es Hinweise eines ausländischen Partners, nach denen "Ende November ein mutmaßliches Anschlagsvorhaben umgesetzt werden" soll. Es lägen aber auch "eigene Erkenntnisse" über "Bestrebungen islamistischer Gruppen zu Anschlagsplanungen in der Bundesrepublik" vor.

Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) sagte dem Radiosender HR-Info, dass Hessen gut auf eine mögliche Bedrohungslage vorbereitet sei. Die Präsenz der Polizei werde in den nächsten Tagen und Wochen erhöht. "Das heißt, dass wir insbesondere dort besonders präsent sein müssen, wo größere Menschenansammlungen sind, an Bahnhöfen, auf Weihnachtsmärkten", sagte Rhein.

Nicht mehr Personal im Einsatz

Der Präsident der Bundespolizei am Flughafen betonte: "Es gibt keine konkreten Hinweise auf Frankfurt." Die Gefährdungslage lasse derzeit keine Ausrichtung auf konkrete Ziele zu. Doch Flughäfen und größere Bahnhöfe stünden generell im Zielfeld möglicher Attentäter. Eine ähnliche Gefährdungssituation habe es zuletzt unmittelbar vor der Bundestagswahl 2009 gegeben. Als weiteres Beispiel führte er die Fußballweltmeisterschaft an. "Insofern können wir auf bewährte Konzepte zurückgreifen", sagte Wurm.

Am Frankfurter Flughafen seien von den 2.100 Mitarbeitern der Bundespolizei permanent 400 Beamte im Einsatz, so viele wie sonst auch. "Wir haben keine zusätzlichen Kräfte im Einsatz, sondern sie auf andere Schwerpunkte ausgerichtet", betonte Wurm.

Kaum Verzögerungen am Flughafen zu erwarten

Neben den Streifenbeamten seien auch mehr Zivilfahnder im Einsatz, um intensiver auf verdächtige Personen oder Gegenstände zu reagieren. Sie seien darauf spezialisiert, mögliche Terroristen rechtzeitig zu erkennen, betonte Wurm. Zudem stünden gepanzerte Wagen vor dem Flughafen bereit, um im Ernstfall weitere Beamte geschützt zu den Terminals bringen oder Verletzte bergen zu können. Der Polizeichef geht davon aus, dass es nur in geringem Maß Verzögerungen geben wird. In Einzelfällen könne es allerdings sein, dass die Kontrollmaßnahmen etwas länger dauerten. Dafür bat Wurm die Passagiere um Verständnis.

Verstärkung für Bahnhof angefordert

Der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Frankfurt, Ralf Ströher, berichtete, dass zudem an allen Bahnhöfen im Rhein-Main-Gebiet die sichtbare Überwachung verstärkt worden sei. "Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Frankfurter Hauptbahnhof", sagte Ströher. Auch hier seien die Polizisten mit Schutzweste und Maschinenpistole ausgestattet. Es seien mehr Beamte als sonst im Einsatz.

(dapd )


 


 

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