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Experte im Interview

Frankfurter Flughafenausbau trotz rückläufiger Zahlen nötig

(bo/ddp-hes). Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann Dietrich Wörner, hält den Ausbau des Frankfurter Flughafens trotz der sinkenden Passagier- und Frachtzahlen für nötig. Einbrüche bei den Fluggastzahlen habe es immer gegeben, sagte Wörner am Donnerstag im ddp-Interview. Der derzeitige Einbruch sei «noch ein 'Winter'», also eine kurzfristige Krise. «Wenn die Rezession die Wirtschaft aber hart trifft, kann auch eine 'Eiszeit', ein langfristiger Rückgang, drohen», erläuterte der Experte mit Blick auf den wirtschaftlichen Abschwung und die Finanzkrise.

Der Flughafenausbau ist nach Einschätzung des Luftfahrtexperten erforderlich: «Die Globalisierung wird weitergehen und die Globalisierung braucht Transport.» Er gehe fest davon aus, dass die zusätzlich entstehenden Kapazitäten am Frankfurter Flughafen in Zukunft gebraucht würden. In der Vergangenheit seien die Passagierzahlen nach schweren Einbrüchen, wie der Energiekrise in den 70er Jahren, stets wieder gewachsen. Dabei sei das Vorkrisenniveau sogar übertroffen worden, sagte Wörner.

Die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens Fraport hatte am Donnerstag ihre Prognose für Passagierzahlen nach unten korrigiert. Wie das Unternehmen mitteilte, nutzten im Oktober 2008 4,9 Prozent weniger Passagiere den Flughafen als im Oktober des Vorjahres. Auch das Frachtvolumen war im Oktober um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. Die rückläufigen Passagierzahlen seien Folge der weltwirtschaftlichen Entwicklung mit ihren gegenwärtigen Abschwungtendenzen, erklärte das Unternehmen.

(rheinmain)


 


 

Flugahfenausbau trotz Finanzkrise
Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahr

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