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  • 16.03.2017, 17:06 Uhr
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Früh übt sich

Kinder und Geld – eine schwierige Beziehung

Geld regiert die Welt – das erfahren die jüngsten Kinder spätestens dann, wenn sie anfangen, in der Kita oder zu Hause "Laden" zu spielen. Oder wenn sie bemerken, dass sie beim Einkaufen nicht einfach mitnehmen können, was sie wollen, sondern Mama oder Papa erst an der Kasse bezahlen muss. Um Geld und die damit verbundenen Konsequenzen richtig verstehen zu können, ist aber einiges mehr nötig. Der Umgang mit Geld ist kein Kinderspiel, sondern will gelernt sein.


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Jung und verschuldet

Geschieht das nicht, kann das gravierende Auswirkungen auf das spätere Leben haben. Werbung ist allgegenwärtig und suggeriert, dass man stets mit der neusten Mode oder dem aktuellsten Tablet oder Smartphone ausgestattet sein muss, um "dazuzugehören". Gerade Kinder und Jugendliche sind anfällig dafür, sich in diesem Kontext Geld zu leihen. Einer GfK-Studie zufolge hatte 2015 fast jeder dritte Jugendliche schon einmal Schulden gemacht, ein Anstieg von 9 % gegenüber 2012. Und wer schon in jungen Jahren nicht mit seinem Geld auskommt, läuft auch später Gefahr, sich in eine Schuldenfalle zu manövrieren.

Früh übt sich

Um es nicht so weit kommen zu lassen, ist es zwingend notwendig, Kinder schon früh für den Wert von Geld zu sensibilisieren und sie Verantwortung übernehmen zu lassen. Das Taschengeld ist dafür ein wirksames Instrument – allerdings nur, wenn die Höhe angemessen ist und die Rahmenbedingungen stimmen. Das heißt: Ist das Taschengeld aufgebraucht, sollten Eltern nicht dazu übergehen, dem Kind Dinge, die es haben will, einfach zu kaufen oder ihm Geld dafür zu leihen, das es später zurückzahlen soll. Solche Vorgehensweisen senden falsche Signale, die sich später als fatal herausstellen können. In Bezug auf die Höhe hat das Bundesministerium für Familie hier Richtwerte zur Orientierung bereitgestellt.

Um Kinder schon früh mit den Gepflogenheiten des Zahlungsverkehrs wie Überweisungen, Kartenzahlungen und Geldanlage vertraut zu machen, ist es zudem empfehlenswert, ihnen schon früh ein eigenes Konto zu eröffnen, für das sie selbst verantwortlich sind. Viele Banken bieten spezielle Konten für Kinder an, die mit Schutzmechanismen versehen sind, sodass zum Beispiel Kontoüberziehungen nicht möglich sind. Alles Wissenswerte zum Thema Kinderkonto ist hier auf einen Blick zusammengefasst.

Es ist also viel Fingerspitzengefühl gefragt wenn es darum geht, Kindern den richtigen Umgang mit Geld beizubringen. Am besten geht das, indem man sie frühzeitig selbst Verantwortung übernehmen lässt – ohne sie dabei völlig allein zu lassen.

(Redaktion)


 


 

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